i6 Die Stecherkunst in Frankreich.
gemacht sind, für die Nachwelt das bewunderns-würdige Muster des wahren Characters der histori-schen Stecherkunst bleiben, und seine Werke werdenimmer den Beyfall wahrer Kenner behalten, wennauch ihre scheinbare Rauheit, Unwissenden mißfällt.
Benote Audran, Neffe von Gerard und seinSchüler, stehet IN verdientem Ansehen, ohne jedochden hohen Styl seines Vetters erreicht zu haben»Seine Zeichnung ist richtig und der Geschmack sei-ner Stiche angenehm und ausdruckvoll.
Jean Audran, der jüngere Bruder von Benoteund sein Mitschüler, gab sehr jung Proben seinerTalente, die ihm Belohnungen und Auszeichnung cwwarben. Er bediente sich bey seinen Stichen sehrdes Aetzens und eben diese werden am meisten ge-schätzt.
Frankreich hat eine große Anzahl von Stechernhervorgebracht, die ganz vorzüglich im Porträte glück-lich waren, unter diese gehören besonders: rIan-teuil, Masson und die Drevee, Vater und Sohn.
Robert Aanreuil von Rheims gebürtig, hatte vonNatur eine entschiedene Neigung zu den zeichnendenKünsten. Er kam jung nach Paris, wo er die Schu-len von Philippe Champagne und von Abraham