^8 Die Slecherkunst in Frankreich.
beyden berühmten Stecher folgten, fanden noch Mit-tel neue Feinheiten in die Kunst zu bringen. PierreDrever der Vater, hat nur Porträte meistens nachRigaud und unter seiner Aufsicht gestochen, und hattedarinnen besonders Glück. Die Schönheit seinesGrabstichels, und die Wahrheit womit er seine Ori-ginale darstellte, werden seinen Stichen immer die ver-diente Achtung erhalten.
Pierre Drever der Sohn, bestrebte sich seinemVater und Lehrer gleich zu kommen und übertraf ihn.Man kann sagen, daß er die Kunst des Grabstichelsso weit brachte, nicht allein die verschiedenen Charak-tere , sondern auch alle Arten von Stoffen und dieFarben aller Gegenstände die er darstellte, auszu-drücken. Unter seinen Porträten bewundert man mitRecht das, von dem berühmten Lossuer — der jungeDrever schrankte sein Talent nicht allein auf Porträteein, er hat auch mit weichen und geschmeidigen Zügenmehrere historische Gemälde von Anron LoWel ge-stochen. Sein schöner Stich, die Darstellung imTempel, nach L de Boullongne ward getadelt,daß er von zu fleisstiger und zu zarter Arbeit für denCharakter der Historie sey. Der nemliche CriticusLochin, hat denselben Fehler in einem berühmten Blatte