Die Stecherkunst in Frankreich. 19
von Edelink, der Familie des Darius nach le Brunaufgestochen. Dieser Kritiken ungeachtet wissen esdoch die vorurtheilfreyen Liebhaber dem Drever unddem Edelmk Dank, sich in etwas von dem Regelnentfernt zu haben und ihrem Genie gefolgt zu seyn.
Um diese Zeit blüheten zwey vortrefliche Stecher,Schüler von Fr. de poilly-- welche in vieler Hinsichtihren Lehrer übertrafen, nemlich Lrangois Spiercevon Nancy, und Louis Aouller von Arles. Spierrestarb jung und brachte sein Leben nur auf dreyßigJahre. Er hatte viel Abwechslung in seiner Manier,und man kann nichts zärtlicheres, nichts fließenderesund angenehmeres sehen, als seine Behandlung; auchwerden seine Stiche sehr gesucht. Seine Maria nachCorregio ward in der Uucrion von Marterte mit500 Livres bezahlt. Bouller steht seinem MitschülerSpr'erre nicht nach. Er arbeitete zehn Jahre inItalien, und erwarb sich eine Reinheit in der Zeich-nung, die ihn fähig machte mit Erfolg nach den größ-ten Meistern zu stechen. Zu seinem Ruhme dürfen wirnur den schönen Stich nach Carrache, die dreyMarien im Grabe, anführen.
Die vier folgenden Stecher: Charles Simonneau,Gaspar Duchange, Louis Desplaces und Henry