2o Die Stecherkunst in Frankreich.
Simon Tbomassin dürfen um sie zu loben nur ge-nannt werden.
Simon Tbomassin der ältere, verdankt die Voll-kommenheit zu der er im Zeichnen und Stechen gelangte,allein seinem Genie. Er hat sehr artige Vignettenvon seiner Erfindung gestochen, den größten Ruhmhat er aber als Porträt- und Histori'enstechcr. SeinStyl hat Stärke und Leichtigkeit. Seine Stiche, dieEroberung der Franche Tomtü nach le Brun,und die Samariterin, nach Carrache, werden fürMeisterstücke gehalten.
Duchange gehört unter die Stecher, die auf dieweichste Art die Nadel und dem Grabstichel zu verbin-den wußten. Es scheint, sagt Vareler, daß die Na-tur ihn vorzüglich bestimmt habe nach Torregio zustechen: Man hat von ihm nach diesem Maler dreyberühmte Blätter, Io, Leda, und Danas: Seineweichen Striche und die Harmonie seiner Töne, drü-cken die Pinselsrriche dieses großen Malers aus.
Deplaces steht nach Wareler, was die Zeichnungbetrift, vielleicht dem G. Audran nicht nach, obaber gleich sein Stich von sehr gutem Geschmacke ist,so hak er doch nicht die Kraft und den malerischenR itz dieses Künstlers. Er ist unübertreflich in der