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Handbuch für Kunstliebhaber und Sammler über die vornehmsten Kupferstecher und ihre Werke : vom Anfange dieser Kunst bis jetzo : chronologisch und in Schulen geordnet / nach der französischen Handschrift des Herrn M. Huber bearbeitet von C.C.H. Rost
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46 Die Stecherkunst in Frankreich.

tenten Richter den Jean Pierre Marterte hören.Da das Zeichnen der Grund der Stecherkunst ist, sohaben sich die Franzosen nach den besten Werken inder Zeichnung gebildet. Indem sie alles was vorihnen erfunden war benutzen konnten, haben sie sichVortheile erworben und Schönheiten erfunden dieihren Vorfahren unbekannt waren. Sie vernachläßigtendie malerischen Effekte, die Abstufungen des Lichts,und die Magie des Helldunkeln nicht: Sie brachtenaber diese Theile, eben so wie ihre Maler, nicht so weitals die Niederländer und Holländer. In dieser Hin-sicht, übertreffen die Stecher der Schulen von Rubensund Rembrandk, alle andern, denn sie allein warenals Stecher Koloristen.

Da aber alle Talente sich niemals in einer und der-selben Nation vereinigt finden, so fehlte im Gegen-theil immer den niederländischen Stechern Zeichnungund Geschmack, um die Reinheit der Umrisse und dieFeinheit der Gedanken der großen italienischen Meisterauszudrücken. Wir haben endlich französischen Ste-chern den Genuß der meisten schotten Kupferstiche nachausländischen Malern sowohl als nach den großeneinheimischen Künstlern zu verdanken.

Was den gegenwärtigen Zustand der Stecherkuusi