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Handbuch für Kunstliebhaber und Sammler über die vornehmsten Kupferstecher und ihre Werke : vom Anfange dieser Kunst bis jetzo : chronologisch und in Schulen geordnet / nach der französischen Handschrift des Herrn M. Huber bearbeitet von C.C.H. Rost
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Die Stecherkunst in Frankreich. 47

in Frankreich betrift, so ist gewiß, daß seit mehr alseinem halben Jahrhunderte diese Kunst viel von ihreralten Würde verloren hat; und es ist nicht zu laugncndaß sich die Franzosen von den Engländern den Vor-zug in der Stecherkunst und dadurch einen beträcht-lichen Handelszweig haben rauben lassen. Uebrigensfühlen die Franzosen selbst den Verfall in welchen dieStechcrkunst bey ihnen gerathen, und ein Stecher vonParis der einige Zeit in London gewesen ist, legtedem Museum der Kupferstiche einen Erhaltungsplanvor. Dieser für seine Kunst sehr eifrige Künstler, derBürger Guxoe zeichnete den Verfall der Stecherkunstauf folgende Art.Frankreich besaß die berühmte-»stell Stecher Europens. Diese ruhmvolle Zeit ist» verschwunden. Die Gleichgültigkeit der alten Regie-rung gegen die Stecherkunst, der Mangel des Parcio-»tismus ohne welchen nichts Schönes gedeihet, der»Mangel an Aufmunterung, an Nacheifer, das Lebens-»bedürfniß, welches die Künstler zu Sklaven der Lau-,,nen des Luxus macht, dieser Luxus selbst, dessen»Herrschaft den Geschmack verdirbt, und dessen fal-scher Glanz sich vom Einfachen und Schönen ent-»fernt; alles hat sich vereinigt die Stecherkunst auf»den Grad herab zu bringen, wo wir sie heutzutage