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Handbuch für Kunstliebhaber und Sammler über die vornehmsten Kupferstecher und ihre Werke : vom Anfange dieser Kunst bis jetzo : chronologisch und in Schulen geordnet / nach der französischen Handschrift des Herrn M. Huber bearbeitet von C.C.H. Rost
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74 I. Callot.

Lallst reisete also zum drittenmale nach Italien, undzwar in Gesellschaft eines Edelmanns, den der Herzogvon Lothringen an den Pabst schickte. In Rom zeich-nete er emsig unter Julius parigü. Darauf wollteer das Kupferstechen erlernen, und begab sich in denUnterricht von Philippe Thomassin. Lallst wohl-gebildet und witzig, gefiel der Frau seines Lehrers;dieser merkte ihre Intrigue und jagte den Schüler ausdem Hause. Lallst der zu Rom nur mittelmäßigeFortschritte im Kupferstechen gemacht hatte, gierignach Florenz, wo er anfieng zu radiren, und die klei-nen Stücke zu erfinden, in denen er so glücklich war.Er ward von Losmus II. der damals Großherzogvon Toskana war, sehr geliebt. Nach dem Tode die-ses Gönners beschloß er nach Nancy zurückzukehren,und fand in seinem Vaterlands einen neuen Beschützer,an Heinrich Herzog von Lothringen und Bar. Nach-dem er sich zu Nancy niedergelassen hakte, vcrhey-rarhetc er sich mit einem jungen adelichen Frauenzim-mer, aus dem Geschlechte von Marsal. Er bliebaber ohne Kinder. Sein Ansehen, das von Lag zuTage wuchs, machte das er einen Ruf nach Brüsselerhielt, von der Elisabeth Clara Eugenia, Gouvernan-ftli der Niederlande, um die Belagerung und die Ein/