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Handbuch für Kunstliebhaber und Sammler über die vornehmsten Kupferstecher und ihre Werke : vom Anfange dieser Kunst bis jetzo : chronologisch und in Schulen geordnet / nach der französischen Handschrift des Herrn M. Huber bearbeitet von C.C.H. Rost
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Ab. Bosse. L§r

tzobes. Es ist besser, sagt Waeelet, jeder Gattungder Stecherkunst ihren eigenthümlichen Charakter zulassen; dem Aetzen seine spielende Leichtigkeit, und demGrabstichel seinen Ernst und seine Bedachtsamkeit.Wir wagen es daher diesen Künstler seiner Wahlwegen zu tadeln; aber wir müßen ihn auch loben,daß er das was er wollte erreicht hat. Er verdientauch Dank für die Abhandlungen die er über die Bau-kunst und Perspectiv herausgegeben; besonders aber fürdie: Ueber die Art in Lupfer zu stechen und zuätzen, eine Werk davon Eochi/r eine neue Ausgabemit nöthigen Vermehrungen gemacht hat. SeinerTalente wegen ward er als Mitglied der könig-lichen Academie aufgenommen; in der Folge aberwieder ausgeschlossen, weil sein freyer Sinn sichdem herrschsüchtigcn und despotischen Charakter desle Brun, der damals das Scepter der Künste führte,zu widersetzen wagte.

Das Werk dieses Künstlers ist beträchtlich, und dieZahl der Blatter aus denen es besteht, geht auf 820.

Verschiedene Stücke meistens von seiner Erfindung,i. Die Königin Mutter sitzend, und der junge König nebstseinem Bruder stehend, ein Blatt ohne Namen, in gr.qu. Fol.

s. Brustbild des Kardinals Richelieu, in Fol.