Fr. Chauveau. " iZr
Er war ein Schüler von Laurem de la Hpre undmalte mit einer sehr angenehmen Manier im Kleinen;er ist aber besonders durch die große Anzahl seinerStiche bekannt. Zuerst legte er sich auf das Stechenmit dem Grabstichel, dem er aber bald die Nadelvorzog, weil dieser ihm nicht mit solcher Geschwindig-keit als er verlangte Genüge leisten konnte, um dieunendliche Menge von Gegenständen die sein lebhaf-tes und fruchtbares Genie hervorbrachte, darzustellen.Da seine Werke, vorzüglich zu Vücherverzierungensehr gesucht wurden, mußte er geschwind arbeiten.Wenn man in seinen Blättern nicht immer eine gefäl-lige Arbeit findet, so entdeckt man doch darinnen mitVergnügen das Feuer, die Kraft, die Wahrheit, dieAbwechslung und die sinnreiche Anlage seiner Kompo-sitionen. Seine gewöhnliche Manier war, seineWerke mit der Nadel vorzuarbeiten; und man würdeihm nicht völlige Gerechtigkeit wiederfahren lassen,wenn man ihn nach denen Platten beurtheilen wollte,wo er viel Arbeit für den Grabstichel übrig ließ. Erwar alsdann kalt, und wenig schmackhaft, wie mandas an seinen Stichen des Klosters der Karthäuser,die er nach le Sueur gemacht hat, sehen kann.
Die Anzahl seiner Stiche geht über drey tausend.