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Handbuch für Kunstliebhaber und Sammler über die vornehmsten Kupferstecher und ihre Werke : vom Anfange dieser Kunst bis jetzo : chronologisch und in Schulen geordnet / nach der französischen Handschrift des Herrn M. Huber bearbeitet von C.C.H. Rost
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Ch. le Bnm.

siudirte, und ob er gleich e'm Anhänger der römischenSchule war so folgte er doch dem Geschmacke derLarenche. Nach seiner Rückkehr in Frankreich führteer Werke aus, die ihn in den Rang der ersten Malervon Europa setzten, und er war ohne Widersprucheiner der größten Meister der französischen Schule;aber doch nach dem Urtheile von U)are!et, weder einRaphael noch ein Larrache Le Brun, sehr rühm-begierig, ließ keine Gelegenheit vorbey, wo er sichauszeichnen konnte; die größten Werke waren ihm dieliebsten. Ob er gleich sehr correct zeichnete, so sinddoch seine Figuren manchmal ein wenig kurz, undihrem Ausdrucke fehlt es oft an Abwechslung; seineBewegungen und seine Drapperien sind sich auf einigenStücken ähnlich. Sein Kolorit ist weit besser als dasseines Meisters, im Ganzen aber doch nicht das beßce; ^denn man bemerkt darinnen keine Kenntniß des Hell-dunkeln. Am Ende seiner Tage erfuhr er noch alleKränkungen, womit er seine Wetteiferer zu überhäufengesucht hatte. Mignard gab ihm mit Wucher alleUnannehmlichkeiten zurück die er durch ihn erfahrenhatte, und ward darum von Louvois unterstützt,der um so mehr mit Hitze dabey zu Werke gieng, daer im le Brun einen Günstling von Lolberr ver-folgte, auf den er immer eifersüchtig gewesen war.