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Handbuch für Kunstliebhaber und Sammler über die vornehmsten Kupferstecher und ihre Werke : vom Anfange dieser Kunst bis jetzo : chronologisch und in Schulen geordnet / nach der französischen Handschrift des Herrn M. Huber bearbeitet von C.C.H. Rost
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I. Payne.

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flichel angenommen. Er erhielt den ersten Unterrichtin der Kunst bey Simon de Paffe, einem Künstler,der in Flandern, Frankreich und England geschickteSchüler gebildet hat. Payne gehörte zu den Künst-lern mit Talenten begabt, die aber das Geschicke nichtbesaßen, sie geltend zu machen; und es ist gewiß,wäre sein Fleiß seinem Genie gleichgekommen, sowürde er noch jetzt unter den Ersten seiner Kunsteinen Platz behaupten. Aber er war so sorglos,daß er, als er an Barl I. empfohlen ward, diesefür sein Glück und sein Ansehen so vortheilhafteGelegenheit verabsäumte. Er starb in Armuth, nach-dem er kaum sein vierzigstes Jahr erreicht hatte.

Die Stiche von Payne bestehen meistens in Titel-blättern und andern Bücherverzierungen, so wie inBildnissen von beträchtlicher Anzahl. Er hat aberauch eine große Menge anderer Gegenstände gesto-chen: Landschaften, Blumen, Früchte, Vogel undThiere. Indeß hält man seine Bildnisse für seinebeßten Arbeiten. Sie sind gänzlich mit dem Grab-stichel ausgeführt, und zwar in einem freyen, brei-ten und verständigem Style, der eine sehr ange-nehme Wirkung thut. M. Evelyn, indem er vondiesem Künstler redet, lobt denselben indessen nicht