Band 
Zweyter Jahrgang.
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die den Fenstern und Seltenwänden nach befestiget sind,ein Paar hölzerne bewegliche Stühle, ein Tisch von Tan-nenholz, und die meistentheils aus Mangel der Vorhängem:t einem hölzernen Vorschlage umgebene Bettstelle sinddie vornehmsten Mobilien in denselben.

Die Küche ist mit eben so einfachen Geräthschaften ver-sehen. Einige küpferne Kessel, ein Paar eiserne Pfan-nen , und die zu Aufbehaltung der Milch bestimmtenhölzernen Geschirre sind alles was die Einwohner nöthigzu haben glauben. Und wenn wir nur einen flüchtigenBlick auf die Bedürfnisse ihres Lebens hinwerfen , so fin-den wir , daß ihnen in der That alles andre überflüßigscheinen muß.

Diejenigen Oberländer, welche an den Ufern desThuner-und Brienzersees wohnen, pflanzen Korn undZugemüse, und ihr fruchtbares Land giebt ihnen eineMenge Baumfrüchte. Hingegen die Einwohner der andie Eisgebürge stossendcn Thäler, leben beynahe alleinvon Milchspeisen und Erdapfeln ; Brod ist ihnen selten,und wurde noch vor wenigen Jahren in verschiedenenBergthälern als ein Artickel des Luxus angesehn. Dieseshat sich zwar in etwas geändert; überhaupt aber werdendiese Leuthe von ihrer ersten Jugend an so sehr an denKäs und andre Milchspeisen gewöhnt, daß sie nur mitWiderwillen Zugemüse und dergleichen speisen. ImSommer lassen sie sich die Milch von den Alpen herunter-bringen ; eine Art geronnener saurer Milch, die sie imFrühling in hölzernen Geschirren ansetzen / verschafftihnen eine kühlende Erfrischung während den Arbeitendes Sommers. Sie gemessen wenig anders alsgesalzenes Fleisch ; sie wissen es nicht zuzurichten, wennes frisch ist. Ich weiß nicht ob man es dem Uebcrflusseder vielen gesalzenen Lebensmittel oder einer andern Ursa-che zuschreiben muß, daß der größte Theil dieser Gebür-