Band 
Zweyter Jahrgang.
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Md wieder durch sie gebildet worden ; wie die KunstBildnerin der Natur , und wie die Natur die Bildnerinder Kunst anders und anders war nach Zeiten und Län-dern. Dieser Eindruck der Natur auf uns, und unserEindruck auf sie, zeigt eigentlich die Stärke uud Schwä-che unsers Geistes , und wie viel Macht uns der Schöp-fer zugelassen habe.

Sie müßte eine Reisebeschreibung seyn, an derenFaden wir Zeiten und Völker durchwandern ; eine Ge-schichte der Erde und des Menschen; und wie unterrich-tend dadurch für uns und künftige Geschlechter! *)

Wo entstand unser Geschlecht? Wo wanderte es hin?Wie lernte es seinen Wohnplaß kennen und die wechsel-seitige Wirkung der Erde und des alles umgebenden Him-mels ? Wie wirkten die neuen Gegenstände auf seine Kräf-te ? Wie veränderte es die Natur? — Man sieht, daßfeines der gewöhnlichen geographischen Fächer vergessenwerden kann.

st) Der gegründetste Vorwurf, den man mir machen könnte, istvielleicht, daß ich zu sehr Univcrjalhistorie mit Geographievermenge. Jene aber beschreibt die Geschichte der Gesellschaft,diese ihren wohnplatz. Man wird auch in der Folge sehen,daß ich von der Geschichte nur die Fakta aushebe, die eine wirk-liche und zwar eine Hauptveränderung in der Geschichte der Erdeund des Menschen durch Entdeckungen , Anbauungen, oder zer-störende Revolutionen gemacht haben; und folglich eine MengeBegebenheiten ganz unberührt bleiben, oder wenigstens nurangeführt , nicht erzählt werden. Erdbeschreibung ist der Haupt-gesichtspunkt , dem alle andre Wissenschaften nur als Hülfe-kenntnisse dienen müssen — so wie sich auch , wenn Geschichteder Hauptzweck ist, beynahe alle menschlichen Kenntnisse anwen-den lassen. Daß ich, wenn ich in der Folge eine solche historisch«Erdbeschreibung nach chronologischer Ordnung wünsche, deß-wegen die ganze Chronologie hineinziehe» wolle, bedarf hof-fentlich keiner weitem Widerlegung.