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ander unabhängige Lehrer ebenderselben Wissenschaft,entweder jeder nach seiner besondern Weise, oder auch,wo sie unter der Aufsicht mehrerer stehn, nach einer ver-worrenen und sclavischen Methode lehren müssen: Dennnur wer selbst lehret, kann Lehrern befehlen; und blosGelehrte können Gelehrte in wissenschaftlichen Dingenanführen. Jede Wissenschaft kann nur Eine Vorschrifthaben; diese liegt in der Seele des Manns von Genie.Wo aber das heilige Licht dieser Seelenkraft fehlt, >stjede Methode, jede Bemühung und jede Aufsicht vergeb-lich; die Wissenschaften werden handwerksmäßig getrie-ben, und der Geist der ganzen Nation bleibt klein. Alsodaß der Mann von Genie unabhängig und frey in sei-nem Fach wirken muß. Die Regierung kann dabey nichtsbesser thun, als die Pensionendiebe aus dem Weg räu-men , die Wissenschaften nach ihren Absichten auf EinenZweck leiten, durch Aufmunterungen emporheben, unddadurch beleben baß sie dieselben, und ihre achten Leh-rer , hochzuschätzen weiß.
Daß, ungeachtet alles gelehrten Wortgevrangs derheutigen Welk, doch wenig Aufklärung herrsche, beweisendie vielen Schwarmereyen in welche Pariser und Deut-sche , und affenmaßig selbst Schweitzer fallen, und-je der dunkelsten Zeiten würdig sind. Auch der wenigeFleiß ist ein untrügliches Merkmal der Unwissenheit;denn Wissenschaft ist Genuß. Wer diese Gottheit kennt,wird von ihren Reitzen bezaubcrt; Unwissende können sienicht fühlen. Diese Unwissenheit mitten unter so vielenaufgeklärten Gelehrten kömmt eben von dem unseligenHalbwissen, von der Menge übel erlernter Wissenschaftenund Künste, und der daraus entstandenen Geschwätzig-keit der gelehrten Weltleuthe her, die über alles entschei-den wollen. Eine Nation, die von diesem Unheil freywäre, würde bald eine Obermacht in ihrer Aufklärung