Band 
Zweyter Jahrgang.
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gemacht werden , daß der halbe Theil von jeder Promo-tion sich als Student mit dem Lateinischen begnügenkönnte, und die Wahl andrer Wissenschaften hatte, dieauch ihren ganzen Mann erfodern; als die Mathematik,Physik, u. s. f. Nichts ist ungereimter als alle Menschenm Eine Form zu giessen, als waren sie alle nur arithme-tische Einheiten, da doch die Verschiedenheit unter den-selben so groß und für die menschliche Gesellschaft so Vor-theilhaft ist. Unsre Vorschriften sind nur für elende Ge-schöpfe abgerichtet, welche jede Last gleich fortschleppen;da doch der Geist unsrer Ration von Natur erhaben, undall-in durch uns erniedriget ist.

So würde endlich jener Aftergott aller Wissenschaf-ten , die Pedanterie, fallen, welche alles Grosse klein /und alles Kleine so wichtig als sich selbst glaubt, undvon der eine nur menschliche Seele nie alles Unheil, dassie erzeuget hak, herzuzählen fähig ist. Da würden nichtmehr mit grossem Wortgeprange Kleinigkeiten als derZnnbegnff aller Weisheit verehret, und die erhabeneneinfachen Wahrheiten unb^erlt gelassen. Jeder würdedas Verdienst auch an andern bemerken, und feinen Geistdarinn zeigen, daß er nicht die Schwachheiten feiner Nc-benmcnschen , wohl aber ihre Vortreflichkeiten aufzu-decken wüßte. So würde sich endlich der achte Berner-geist zu seiner natürlichen Grösse erheben, und die wohl-thätigen Gesinnungen der Regierung , und die Weisheitder Vorsteher der Wissenschaften, würden nicht mehrfruchtlos bleiben.

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Wenn die Akademie für alle Bürgerklassen und nichtallein für Geistliche soll eingerichtet seyn, so ist diesem Zweckangemessen , daß jeder Stand daselbst die ihm unentbehr-lichen Wissenschaften finde; insonderheit da dieser Zweck