tzenden Ufer des Lemanischen Sees angebaut hatten, undsich ausdehnten, waren ihnen diese Reviere die nächsten.Damals reichte der Neuenburgersee, ehe sich die Ziel mitder Orbe vereint die solchen durchströmt, bey ihrem Aus-flüsse ein tieferes Bett ausgegraben hatte, bis unter dieMauern der Stadt und deckte alles Sumpfland, so aufzwey Stunden weit zwischen derselben und Uferten liegt.Oben an diesem See , aufciner Anhöhe, bauten sie in derherrlichsten Lage eine Stadt, von welcher die heutige wieem Monument anzusehen ist. Diese war die Hauptstadtdes Orbegaues (ksgi UrbiZeui) , vermuthbch alter alsWiflisburg (^vencieum) das nachher durch die Gunst derRömer die vom ganzen westlichen Helvetien worden ist.Ueber der Stadt stehet ein altes zerstörtes Schloß, von daman eine herrliche Aussicht <nrf jenes Sumpfland , denNeuenburgersee, und die umliegend n Gegend n hat. DieStadt besitzt noch ihr eigen Regiment, und viele Freyhei-ten ; stehet aber unter dem Schutz und der Oberherrschaftder Cantone Bern und Freyburg. Sie ist wohl gebaut,und hat gute Gesellschaft. Wenn viele Alt rthümer ihrAnsetzn iu den ältesten Zeiten, und verschiedene Urkundenihren Glanz in den mittlern beweisen, so zeugt die Munter-keit der Einwohner auch von ihrem gegenwärtigen Wohl-stände. Der Boden dahcrum ist so verschieden als dessenBauart. Wiesen, Waiden, Felder, Reben, Wälder,alles durcheinander, macht eine ausnehmend anmuthigeund reiche Vermischung im Ganzen. Alle Baum-undGartcnfrüchte gedeihen da, und sind sehr schmackhaft; auchdie Trauben, von denen jedoch nur ein sehr mittelmäßigerWein gepreßt wird. Den folgenden Tag thaten wir einenAusfall über valeyres auf Vallorbe, eines der größtenund reichsten Dörfer im Land, berühmt durch seine Eisen-werke. Hier kömmt die Orbe die vom Lac de Joup bis da-hin unter der Erde geloffen, aus einer Felsenhöhle wie-
Schliessen