leichter für ein Volk zu tragen , das sich selbst ihn auf-bürdet, oder dessen grössere Hälfte wenigstens/ wie dieSbeynahe von jeder Republick behauptet werden kann,in denselben, obgleich nicht immer öffentlich, williget.Gerne übernimmt alsdann der Republikaner die Beschwer-den die man anderstwo Miethlingen überlaßt/ und ziehtselbst zu Felde/ weil er wol weiß das es niclzt um diehochgepriesene Sicherheit / sein Joch nicht an ein frem-des zu vertauschen zu thun ist / sondern daß er im ei-gentlichen Sinn pro sris er kocis streitet. Ein Staatder keine grossen Kriegsheere unterhalt/wird / besondersauch heut zu Tag/ keine Eroberungsprojekte formieren,und also weniger als Monarchien Gefahr laufen, inMenschen und Geld fressende Kriege verwickelt zu wer-den. Deswegen erweiteren Freyftaaren so selten ihreGrentzen; denn das ehrsüchtige Rom, dessen Grösse be-sondere Ursachen hatte , und erst anfteng alles Maas zuüberschreiten, da seine Regierungoform in Oligarchieausartete, macht hier zwar eine Ausnahme, kann aberden zahllosen Beyspielen gekrönter Landcreroberer nichtdie Waage halten. Die Geschichte lehrt sogar, daßmehrere Rcpnblicken, die Schweiß z. B. aus wahrerStaatsklugheit einer gerechten Vergrößerung freywilligentsagt haben.
Diese durch die Regierungsform begünstigte, odervielmehr durch sie erzeugte Einschränkung und Mäßigungrepublikanischer Staaten ist auch die Hauptquclle ihrerGlückseligkeit und innern guten Verfassung. Die Regie-rung muß keine unermeßlichen Provinzen übersehen,nicht Verordnungen und Gesetze auf viele an Sitten «Gebrauchen,Lebensart, Beschäftigungen ganz verschiede-ne Völkerschaften anpassen , und braucht weder den sei-denen Strick noch die Bastille um mächtige Befehlsha-ber im Aaume zu erhalten, und der Zertrüninrerung eh