Band 
Zweyter Jahrgang.
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Mit Verlangen, daß der Landmann sie nach Haus führe/und in die wärmere Grube werfe.

Wie du mein Aug betrogen! Gestern noch sah' ichmeine Waitzensprosse im hübschen Grün stolz ihr Hauptheben : AIs ich heut' aus dem Fenster sah, lag sie gebücktzur Erde; ich hielt meinen Acker für eine beschneyte WiesenMunter noch und spielend hüpfte der ländliche Kna-be gestern im warmen Sonnenschein : Heute biegt er seinrothes Kinn zur wärmern Brust, und seine Hand sucht/untern Wammes versteckt, das Feuer des jugendlichschlagenden Busens, Er eilt zu seinem brennenden Heer-de; ihm lacht nicht Mehr die Wiese, ihn freut nicht mehrdie Hütung seiner fetten Kälber,

Hörst du, wie der Ochse im Stall' brummt / undüber dich klagt, daß du feint Waide ihm genommen /sein wohlschmeckendes Gras ihm verdorben , ihn seinerFreyheit beraubt und zur Einspcrrung verurthcilet hast.Zornig und wild schüttelt er das ihm vorgelegte Heu mitseinen schön gekrümmten Hörnern , und wirft es weithinter sich , weil's ihm nicht schmecken will.

Harter , Unfreundlicher Frost ! Ich selbst hin böse ausdich ! So diel noch wollt' ich in meinen Feldern, Gartenund Wiesen arbeiten ; zu streng ist dein Befehl, der Ar-beit mir da verbietet. Oder soll ich schon mit meinenKnechten in's Holz gehen , und da die Buchen fallen?Ein trauriges Geschäft, das.keine Abwechselung erlaubt,Soll sich mein Mädchen schon zum Spinnrad setzen/Und meine Ohren voll schnurren ?

Soll ich nicht mehr den einfältig daher hüpfendeitHausen auf dem Kreutzwege schiessen, sondern jtzt schockhinter der Hecke den listigen Fuchs belauschen?

Kann ich nicht mehr am kleinen Hügel mich an derSonne laben? Soll ich schon Reiser im Hol; zusam-mensuchen , und bey ihrem Feuer meine Weinflasche