Band 
Zweyter Jahrgang.
JPEG-Download
 

n> L-,«Gfl,

»W»M»WW«WWM» 1045

„ Die Tugend herrsch' im Himmel — Hier« Ist doch für Engel kein Quartier:

„ Denn sonst ertrotzte sie das Mehr;

» Wir andre litten allzusehr ».

So zeigte noch ein kluger MannDes Volks und seinen Vortheil an:

Ihn zwangen Eyd und Bürgerpflicht;

Dann kam die Sache vor Gericht.

Bis aber alles ganz und gar,

Au Brey gekocht, im Reinen war,

Trug er auf seinen Heerd erst Holz,

Und mahnte auf mit Bürgerst»!;:

» Wem Vaterland und Freyheit theu'r» Der wehre sich mit Muth und Feur;

,, Er setze Leben, Chr und Gut,

„ Und zeig' Athenienser-Blut:

« Denn dieser Aristides muß„ Hinaus; er macht zu viel Verdruß.

„ Bey uns sind alle Bürger gleich!

„ Und nun, ihr Herren, wehret euch.

» 2«! -, (sprachen sie aus Einem Ton')

„ Der Herr verdienet Dank und Lohn;

Bey nächstem Anlaß werden wir„ Dann auch erkenntlich seyn dafürDas Ungewitter flieg im Kopf,

Wie stark erhitzte Milch im Topf.

Von Vaterlandes - Liebe brennt,

Wen vorher Eigennutz getrennt:

Nie hat die liebe Stadt AthenDie stolze Eintracht so gesehn.

Nur Aristides, nur Er warBey dieser Eintracht in Gefahr.

,, Ha! Aristides,,, (schwuren sie)

„ Noch kanntest du die Bürger nie!

„ Wer weiß, was du im Schilde führst.

» Du glaubst dich Alles , und regierstUnd lebst so einzig uud allein —