Es mangelt mir weder an Lust, neck bey allen meinen übrigen Ge-schäften , an Muffeund am allerwenigsten an Stoffe, das Schwel«Nische xNuseum noch Dezennia fortzusetzen , und demselben vonJahr zu Jahre mehrercs Interesse zu geben. Auch weiß ich zuverläs-sig , daß der nun Vollende r zweyte Jahrgang lieber und eifriger alsder erste g. lesen worden, ohne daß indessen die Anzahl meiner Abon-nenten merklich zugenommen hätte.
Grosse Buchhändlerspekulation (wer mich kennt, wird mir die Ge-rechtigkeit wiedersahren lassen, dieses ausmein Wert zu glauben) soll-te das Unternehmen dieser vaterländische» Monathschrift am allerwe-nigsten seyn: Aber Ersatz meiner Kosten, und einen kleinen Ge-winnst— nicht meiner Arbeit und Mühe, die mir überschwenglichdurch das Vergnügen bezahlt wird , etlich Hunderten meiner Mit»landsleuthe eine nützliche Unterhaltung zn verschaffen — aber einenmäßigen Fabricklohnder Drucker-Offizin meinerHandlungs-Socie-tät durft' ich doch erwarten; und auch dieser ist hauptsächlich darumausgeblieben,weil ich gleich Anfangs die mir nun nach verdienen gelohn-te Lu ichcidenheit hatte, dem Museum einen Subscriptionspreiß znsetzen , welcher genau um die Hälfte geringer, als der von allen übri-gen deutschen periodischen Schriften eines gleichen körperlichen Umfan-ges ist. Ob, und in ferne es aber der meinigen , vergleichnngswei»je gegen jenen, an innerm Gehalte und schmackhafter Nahrung, z«-mahlen für meine Miteydsgenossen gebricht ( denn als Provinzialblattmuß es freylich in der Scbweitz seine meisten Käufer und Leser finden,stehet freylich mir nicht zu entscheiden zu.
Doch, dem sey allem wie ihm will, so bleiben nur zwey Wegeübrig , mir es möglich zu machen, diese Monalhschrift noch über öeanun beginnenden dritten Jahrgang hinaus, weiter fortzusetzen: Wen»nämlich entweder die Empfehlung der bisherigen Gönner derselbe»in dem Kraise ihrer Bekanntschaft mir mehrere Abonnenten verschafft—oder die erster» sich gefallen lassen, füHdie Zukvnft einen erhöhete»Subscriptionspreiß zu bezahlen. Jenes sollte darum nicht schwer seyn,weil auch der vorläuftige Ankauf der beyde» ersten Jahrgänge, t oh-ne welche freylich die folgenden, der Fortsetzung verschiedener abge-brochner Artickeln wegen , nicht ganz brauchbar sind) noch keine nam-hafte Auslage verursacht. Zu dem zweyten Mittel werd' ich gewiß nurin dem äussersten Nothfall meine letzte Zuflucht nehmen. Man verzei-he mir diese unverholene Erklärung : Ich schäme mich niemals, vonnatürlichen Dingen natürlich zu reden.
Also kurz und gut:
Auf den folgenden dritten Jahrgang d. h. zwölf, neue Monath-stücke des Museums, wird von nun an wieder Pränumerakion vonz. Gulden Zürchervalnta, oder ,. Rkhlr, ai. ggr. in Louisd'or zu5. Rthlrn. in allen Schweitzerschen und Deutschen Buchhandlungen,«der direkte bey den Verlegern: Vrell , Geßner, Füßli undRompagnie angenommen.
Wer auf 10. Sremplare pränumerirt, erhalt das eilfte frey.