darvon bey allen und jeden Gelegenheiten vielfältige Prosben an den Tag gegeben.
Nachdem«: nun Bern mit den vcrburgerten StädtenFreyburg und Solothun, dieses Geschäfts halber zuvorkonferiert, und diese Ort sich auch dahin verstanden, mitund nebst ihm Abgesandte anhero zu senden; sind sieden io. Ienner sammenthaft eingelanget: Als von Bern,Hr. Hs Rodolph Sinner, Seckelmeister der welschenLanden, und Hr. Bernhard von Muralt. Von Frey-burg , Hr. Amtsschulthciß Franz Phil. von Lau-chen, genannt Herd, Herr zu Cugie, vesin und Au-mont,und Hr. Hauptmann Bar! Beßler. Von Solo-thurn, Hr. Stadtvcnner Urs Sury, Herr zu Büßy,und Hr. Seckelmeister Haupkmann Ioh. Ludwig vonRoll, Herr zu Emmenholz. *) — Den ri. Zenner ha-ben die Gesandte von Bern, bey ihrer dem HerrnAmtsschultheiß abgestatteten Visite, ihr Kredenzial ein-gegeben , und um eine absonderliche Audienz angehalten:Jmgleichen haben die Gesandte der beyden Städte ihreKreditiv abgeben, und ebenfalls um eine besondre Au-dienz sich angemeldet. — Dahero Tags darauf diese Brief-schaften sowohl, als ein nachdrucksames Empfehlungs-schreiben von dem Vorort Zürich abgelesen , und daraufdenen Gesandten von Bern die Audienz zugesagt worden.Dieselben wurden in Begleit von vier des TäglichenRaths auf das Rathhaus abgeholt. Herr SeckelmeisterSinner, dem neben dem Herrn Altschultheiß der Platzeingeräumt worden, that den Vertrag , ungefehr folgen-den Inhalts : **)
*) »Diese Gesandtschaft» (sagt ein merkwürdiges LuzernerschesLagbuch dieser Zeit) »kam gleichsam unversehens und unerwak-,, tet; vermuthlich nm den Päpstlichen und Savoyschen in Luzern,, residierenden Ministern den Weg zur Gegen - Intrigue ab-»zuschneiden
**) Lbbcsagter Stadtschreiber Balthasär Hatte im Schreiben eine