Band 
Fünfter Jahrgang.
JPEG-Download
 

i 7 ; 7 - lieferte er in den XXIsten Band der nouvelle öldlio-tkegus 6 ermanique einen Aufsatz, unter der Aufschrift:„ Schreiben deS Herrn Pros. Vernet an Herrn Pros. For-„mey, worinn der Abschnitt über Genf und Kalvin in„des Herrn von Voltaire allgemeinen Geschichte untersucht„wirb,,. Fuß vor Fuß wurden die Nachrichten, die indiesem Abschnitte vorkommen, beleuchtet, und ihr Ungrundbewiesen. Auf gleiche Weise wollte Vernet den Abschnittüber die Juden prüfen; allein da Voltaire von dem AbbeGuenee in den I.ettres cle yuslyues ssuiks kortu^als ä Nr.Ze Voltaire so triumphierend war widerlegt worden, sofand er diese Arbeit nicht länger nothwendig. Noch sollteder Abschnitt über die Gründung der Kirche untersuchtwerden. Vernet ließ diesen Punct nicht aus den Augen.In seinem Werke von der Wahrheit der christlichen Reli,gion aber sollte ohnehin ein Abschnitt über diesen Gegen-stand eingerückt werden. Wirklich erschien er hernach,aber erst in den letzten Bänden vom I. 1781.

Unter allerley Vorwand behielt der Herausgeber dernouvelle Libliotlieyue Oermsniyus die eine Hälfte vonVernets Schreiben an Formey immer zurück. Vernet gabhierauf dieses Schreiben besonders und vollständig heraus.Immer unbeantwortet blieb es von Voltaire.

Inzwischen erschien Ends des Jahres 17^7. in der Pa«riser-Encyklopädie d'Alemberts Artickel über Äeneve. Hie«zu hatte d'Alembcrt sich eines handschriftlichen Aufsatzesbedient, welchen Vernet über die alte Geschichte und Staats,Verfassung von Genf für einen jungen Russen von Rangverfertigt hatte. Vernets Aufsatz aber enthielt über denReligionszustand nichts anders, als was jedermann weiß,daß in Genf die reformirte Religion und die prcsbyteria«nifche Disciplin stall haben. d'Alembert fügte also eineSchilderung des kirchlichen Zustandes nach seiner Manierbey. Nach dieser Schilderung sollte man dort den Deismus

(Schw. Mus. V. Jahrg. 8. Heft.) P p