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groß, wohlgebaut und sehr angenehm auf einem Hügelgelegen, von welchem man in die vier bis fünf Stundenweit den Lauf des Rheins überblickt. Unter dem Dorfeist der Fluß nur noch klein; bald aber nimmr sein Bettwohl eine halbe Stunde i» der Breite ein , und diesergrosse mir Steinen um- Kies bedeckte Raum verunstaltetdas ganze Rhcmwalder-Ttial, weiches, diesen traurigenAnblick abge echnel, sehr schön wäre. Ich sah' in derFerne das Schloß Fürstenau, welches Kaiser Hciru-ichIV. vor vielen Jahrhunderten den Bischöfen von sshurschenkte; so auch Schaucnstcin, Lichrcnstein, und einDutzend andre alte nun unzugangdar gewordene Thürmeund in ihrem Schutt liegende Bergfesten; immer nochDenkmale der härt n Feudalregierung, unser welcher dieEinwohner dieser Thäler vom XI. bis ins XV. Jahrhnn»der! seufzten. Als ich dem Rhein folgte, kam ich beyRarzüns (HÜLtia lummii) vorbey, einem Schlosse, dasauf einem eben gehauenen Felsen liegt, und dem Kaiserzugehört. Man sagte letzthin, dasselbe wäre mit allen sei»neu Augehörden verkauft; allein dieß scheint mir sehr zwei»ftihaft, indem es all,»viele Mühe gekostet hat, solchesaiuzubehalren, und weil dasselbe das Recht hat, alle dreyJahre das Landeühanvt des Arauen Bundes zu er»neuern, mithin einen zu wichtigen Einfluß in die Regie,rung verschast, als daß die heutige Staacskunst erlaube,steh dessen so leicht zu begeben. Reichen«», wohin ichnach Ratzüns kam, ist ein schönes Schloß, und wirdvon dem Freyherr« von Buol, Kaiserlichen Residentenbey den I!I. Bünden bewohnt, einem liebenswürdigenund geschickten Manne, der (welches hier zu Lande seltenist) seiner Familie eine gute Erziehung gegeben hat; seinältester Sohn ist Domherr am Capitel zu Lhur, und soll,wie man allgemein dafür halt, bey der ersten Vakanz denBischöflichen Sitz bekleiden. Sintdem aber der Kaiser