Band 
Sechster Jahrgang.
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„und Eva span, wer war! do der Edelman»? Schrieb derFürst / als ers gelesen, darunder: „Ich bin ein Man,„ wie ein ander Man; wann das mir Gott der Eeren

Zeletst by vnnsern Ziten ists darru kommen, das manden Adel feil halt, vnd ein Kremery vom Kaiser darußgemacht. Welcher Gellt hakt vnnd rych ist, so nimpts derKcyser, gibt imm ein Brieff, das er ein Edelman soll sin,vnnd fin Jlachkommen ouch, ob er schon ein besseren Söu«mer gebi, vnnd voller Eftlstoub steckt , dann Verstanndoder Witz da synv: Gilt als glich, man sol den Narrenalso thun, die Adel konffen wend, das sy nit betrachtenkönnend, daß sy mit und on den Brieff, vor und nachdem Kouff, grad glich vil edel stgind. Dann ist einervorhin verstendig vnnd tugendrich, so halt er den Adel,darff inu nit kouffcn, und mag durch den Kouff nichts destedler werben. Ist er bann ein Esel und ein Gouch, soblibl er nach dem Kouff ouch dersclb, vnnd mag nichtsedels vß im geraten; dann der Brieff hilffk imm nit. ZuEinsidlcn was ein Conventherr, hieß Herr Albrechtvon Lonstctten, Fcy; dem warend vll hundert Brieffvon Kevser Fridrich III. worden, darinn allein "die Na.men dero, so edel wollend werden, inzcschriben nodt was-Derselb von Bonsterren nam von mengem.ein Gulden,gab imm der Brieffen einen, vnnd macht inn edel; ctlt.chen schanckt ers gar. Domalcn sind vast vil nüwer Edel-lüten worden.

Wol mag sin, das einer von edlem Stammen har»kommt« nämlich was siner Vorderen Mich mit Könnenvnnd Tugenden gewesen. Ob aber er selbs sölich Kö nenvnnd Tugend nit an imm hatt, so ist er nit edel, ouchnit Genoß deß Namens siner Vordren; blibt wol dcSStammens, aber nit deß Adels.