Band 
Sechster Jahrgang.
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natürlichen Merkmale jeder Pflanze an dem Tag, an wel.chem er sie fand, niederzuschreiben. Nicht nur hat er beyjeder Art eine grosse Menge von Synonimen hinzugefügt,sondern weil Bauhins kinsx ihn nicht befriedigte, scheinter alle alten Autoren zu Rath gezogen, und die bey ihnenvorkommenden Synonime mit ungewöhnlichem Fleiß, undbesonderm Scharfsinn auseinander gesetzt zu haben. Siesind, so viel möglich, nach der Zeitfolge geordnet; eineMethode, die alle Nachahmung verdient, weil sie durchAnzeige des ersten Entdeckers, und der Gegend wo diePflanze ursprünglich wächst, auf Einen Blick die kurzeGeschichte derselben vorlegt. Dieß ist für den forschendenBotaniker ein sehr verdienstlicher Theil von Haklers Ar.bett. Jeder Art ist eine summarische Nachricht von denbeßten Schriftstellern, den Eigenschaften und dem sowohlökonomischen als medizinischen Nutzen beygefügt. DasWerk ist mit Kupfern von einigen seltenen Pflanzen aus.geziert, die wegen der genauen und geschmackvollen Aus.führung bemerkenswerth sind.

Im I. >741. bewürkle Hallcr bey dem Könige vonGroßbrittannien, daß in Göttingen ein medicinifcherGarten angelegt wurde, und machte im folgenden Jahrein Verzeichnis seiner Pflanzen bekannt. Dieses Verzeich.niß, das zwar nur ein kleines Bündchen ausmacht, be-weiset doch mit welcher Sorgfalt er sichs angelegen seynließ, den Absichten des königlichen Stifters zu entsprechen.Im I. 17;;. vermehrte er dasselbe beträchtlich, und fügteauch diejenigen Pflanzen hinzu, welche in den herumlie.genden Gegenden von selbst wachsen, besonders die aufdem Harz. Er meldet uns, baß vieles Werk die Fruchteiner dreymonathlichen Vakanz war, und beklagt, daßandre wichtige Geschäfte ihn verhinderten, die PflanzenDeutschlands überhaupt zu beschreiben, wie er's Willensgewesen war. Dieses kleine Werk ist merkwürdig, weil es