Band 
Sechster Jahrgang.
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unter der Klasseneintheilung, die Boerh-aven gemachthatte, mehr als viertausend Bände beurtheilt. Bey derAusdehnung dieses Plans, wie er in seiner medicinischenBidliotheck erscheint, fängt er damit an, die Ge»schichte eines jeden Theils der Medizin von seinem Ur-spcung an durch die verflossenen Jahrhunderte hindurchzu verfolgen, und hat also durch Verknüpfung derselbenin ihren verschiedenen Perioden dieses Werk gewisser»maasscn zu einer kurzen Geschichte der Arztneykunde ge«macht. Seine grosse Kenntniß alter und neuer Spra.chen setzte ihn in den Stand, ein weites Feld zu um-fassen , und sein unermüdetcr Fleiß, mit dem durchdrin.gcndstcn Scharfsinn in Erforschung der Lehrsätze alter Au-toren verbunden, stellt gleichfalls seine Gelehrsamkeit undsein gesundes Urtheil, durch welche er die Verdienste jenerWeisen in der Arztneykunde nach ihrem wahren Werthschätzte, auf eine sehr interessante und lehrreiche Weise insLicht. In seinem Urtheil über Neuere ist er aufrichtig undunpartheytsch; die grosse Kenntniß, die er von seiner Ma-terie hatte, machte ihn fähig alles Originelle in den Lehr«mcynnugen, alle neuen Thatsachen und Beobachtungen zuunterscheiden, und vor denjenigen Irrthümern zu warnen,durch welche junge und unvorsichtige ausübende Aerzte irregeführt werden könnten; denn diese lassen sich in ihrer Pra.xis nur gar zu gerne von eingepflanzten Theorien und vonVorurtheilen gegen gewisse Autoren leiten. Der Werthseines Werks wird noch dadurch erhöht, daß er der Nach-richt von wichtigen Büchern kurze biographische Anekdotenvon den Verfassern beygefügt hak. Er führt alle verschie-denen Ausgaben an, die ihm bekannt sind, und bemerktbesonders die aus seiner eigenen Bibliothek. Und es jsterstauoenswürdig, daß er auf diese Art nicht weniger alseilftausend Bände bemerkt und recensiert. Da die Litte»rargeschichte der Arztneykunde einer von den LieblingSge-