Band 
Sechster Jahrgang.
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ihre eigenen Unkosten zu thun. Dieses mochte den schonlange genährten Unwillen gegen die Krone nicht wenigvermehren, den die Ausgelassenheit des jungen französi-schen Adels in den Gemüthern des mailändifchcn Unter-thans erzeugt hatte. Alle diese Umstände mußten demdortigen Governo den eidgcnößifchen Ueberfall nichtsminder als gleichgültig machen. Man ließ daher in allerEile die Festungswerke der Hauptstadt, und zwar auf eineWeise ausbessern, welche die Bcsorgniß verrieth, daßman vielleicht inner ihrem Bezirke mit den Gchrvcitzernwürde fechten müssen i). Mittlerweile begnügte stch derHerr von Nemours, ihre Marsche zu beobachten, undbesonders ihnen den Proviant abzuschneiden. In zweyenScharmützeln jedoch hatten sie die Ehre, in dem ersteneinen Herrn von Conti zu schlagen, und von desselbenWaffenfreunde, dem Ritter ohne Furcht und ohne Ta-del , gleich des folgenden TagS in einem zweyten, hin.wieder — geschlagen zu werden -). Dann kamen sie überBusti, dessen Besatzunq sich mit der Flucht rettete, bisauf zwey Meilen von Mailand, wo vor ihnen alles inSchrecken stuhnd — als sie, nach zweytägigem Verwei.len, da man es am wenigsten erwartete, sich mit Einsgegen Toms umwandten, und ebenfalls, ehe man sich'sbey Hause versah — dort wieder anlangten ;).

Wirklich war kurz vorher eine neue Tagsatzng nach Zürchausgeschrieben worden, und stuhnd man hier in der Be-glaubigung, die Fehde ennert dem Gebürg lodere geradeitzt in voller Flamme, da man von den Tru. n im Feldgerade nur so viel Nachricht hatte, daß niemand wederzu noch von ihnen kommen möchte. Es ward darum gut

i) Guicciardinr. — Aismoires äe L^'arll. Lkax. 47.s) Nemoires lle k^ars. Ib»

3) Alle Aeitbücher.