r;8
Zusammenhangs und der Verbindung, in der die ver-schiedene» Theile der medicinischcn Wissenschaften mit eimander stehen — bald durch Anweisung, wie dieselben amschicklichsten und mit dem größten Nutzen nach und aufeinander erlernt werden können — bald durch AuseinaiuVersetzung der Eigenschaften und Pflichten deö wahren undgeschickten Arztes oder Wundarztes, von den Herren Vor,sichern Ihnen mitgetheilt worden sind. Die Schicklichkeitdieses Gegenstandes für diesen Anlaß ist so ganz unbezwei«seit und einleuchtend, daß ich, auch bey völliger Ueber,zeugunq nichts neues oder besseres sagen zu können, alswas in diesen Stunden von meinen Vorgängern gesagtworden ist, dennoch keinen fremden Gegenstand wählen,sondern mich letzt bloß auf einige Ihre medicinischen Stu.dien betreffende wichtige Punkte einschränken werde.
Doch ehe ich über dieselben zu Ihnen rede, muß icherst gemeinschaftlich mit Ihnen reden: Ich, Ihr Mitschü-ler, muß, in Ihrem uud meinem Namen, unserem ge.meinschafklichen beßten Lehrer, den uns die Vorsehung al-lein noch von den ersten Stiftern des Instituts erhielt —auch hier öffentlich unsere innigste Hochachtung, größteVerehrung und wärmsten Dankgefühle bezeugen. Sie be.dörlen freylich, theurer Menschenfreund und grosser Leh-rer , unsers Dankes nicht: Wir kennen Ihr Herz undIhre Gesinnungen, und wissen, wie entfernt Sie vonDurst nach lautem Ruhm und Preis sind; wissen, daßSie, wie jede wahrhaft grosse Seele, lieber Ihr GuteSbefolgt und nachgeahmt, als öffentlich gepriesen sehen.-—Aber uns ist eS Bedürfnis — uns ist es hohes und drin-gendes Bedürfnis. Der Jüngling, der lange schwieg,und oft jagen wollte dem thatenumgebenen Manne, wiesehr er ihn liebe, und doch es nicht wagte zu sagen —glühend ist seine Seele. Wer sollt' ihm den endlichenAusdruck mißdeuten? — So nehmen Si; ihn dgkm, VM