Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
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40
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-emen voetischen Wettstreit hallen dorfte :Z. Exempel

,Ocesnu;gue ruas u!crr sse resspicir arsr,

(Zui sinis munäo cst, non crat i'mperio.

Luftares Orkus- llfienus reclusserarFriftos:

Ocearu» meäüuli venic in imperium.

nunc Oceanus ALmino; inrerluir orlses.

?ars est imx>eni, cerminus ance suik.

8ol cirm nnitrum steäiirur imperium.

LÜlimr celftraac aäsperco claulira vro-ftrnäo,

Lr jam Lowano cin-icur Oceano.Lec.

^äss-icc, cc>n5unäir populos impcrvis Vel-ins.

OonjunÄum est guoä säkuc Orftis LeOrbis erac.

Man siehet hieraus schon, daß die Verfasserdieser Stücke ihren Vorwurf kn denen Ge-sichtspunkten zu.fassen gewußt, in welchener am qrösten und vortheilhaftesten erscheint.

(Die Fortsetzung folget künftig.)

Jena. Auf hiesiger hohen Schule findet-man seit kurzer Zeit viele, so wider den Herrn.Grafen van Zinzendorfzu Felde ziehen. Wirhaben ganz kürzlich von einer Schrift in un-sern Blättern Erwehnung gethan, so gegenbesagten Herrn Grafen gerichtet war, derBuchfnhrer Gollner liefert uns nun übermaleine, ft> wir mit Stillschweigen ohnmög-lrch übergehen können ; der Titel davonist folgender: Ungeheuchelte TheologischeUnterredung, weiche m Philadelphiazwischen dem Herrn Grafen HaudoldAaverms von Loucignon , und demGrafen Ludwig von Guion von desGrafen Nicolai Ludwigs von Zinzen-dsrfs Leben , Hochmuth , Iudrfferen-üstecey / Staats-U!aximen und Mäh-rischen Arttdern, gehalten, und derMahrheit zmn Besten ano Licht Erstelletworden von sshristian philorlhodoxo.Was rer Herr Graf von Ztnzendorf w.tt fii-«>er Bekeh-nngs- Lrompete fast in der ganzen

Welt vor einen gräßlichen Lermen geblastn,ist allzu bekannt, als daß wir hier einigetdavon insbesondere berühren sollen. Wirhaben schon ohnlängst erwehnet , daß ver-schiedene Schriftsteller gegen ihn geschrieben,so bald dieses, bald jenes an ihm ausgesetzt,und bescheiden ihn erinnert haben. Alleinuns kommt vor , als wenn man mit demHerrn Grafen unter andern deßwegen nichtwohl zurechte kommen könnte, weil er baldlutherische, bald reformiere , bald römisch-catholische, bald aber mährische, und wirwissen sechsten nicht , was für Gesichts-Zügemacht. Ja ofermahls stehet er in solcherVerfassung, daß ihm vielleicht sechsten unbe-kannt , wem er die Hand der Brüderschaftanbieten soll. Es möchte errathen seyn, wennman stine Religion die Wetterwendische nen-net. Denn er will solche insgemein nach demMaaßstab seiner Absichten abzirkeln. Demaber seye wie ihm wolle, unser Christian Phil,orthoborus, welcher sich diesen Nahmen mitRecht gegeben, betchreibn in vielem Ge-spräch des Herrn Grassens Leben ziemlich nachder Zeit-Ordnung, überführt ihn eines Dio-trephischen Hochmuths, und eines Allcr-manns- Glaubens , meist mit Worten, dieaus den Zmzendorfischen Schriften zusammengelesen. Die Martinen , welche dem HerrnGrasen bengemesien sind , riechen nach einersolchen Staars-Kunst , welche in einem geist-lich Machiavellischcn Garten , und zwar aufeinem Mist-Bette , wo frühzeitige Früchtemit Hitze gezwungen werden, hervor gesproßt.Uebrigens find die Nachrichten des Versass,fers nicht zu verachten, und würde sich die-ses Gespräch etwas anmuthiger lesen, wenndie Schreib - Art nicht öfters von ho-ben Bergen in liesse Thäler jähling herunterfiel. Inzwischen kan ein Leser, welcher denvölligen Abdruck der gräflichen Gemüths-Art nicht aus vielen Schriften einzusehenWillens, oder dazu nicht aufgelegt ist, sichaus diesen Zügen schon einen Begriff machen,was solche etwa vor eine besonders geistlicheGestalt habg.

Dreie Nachrichten sind alle Mfttwochey inZürichldcy Heidegger und OoniEmeBuchhändler, zu bekommen.