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füllung und Erläuterung der in dem Werkesechsten vorkommenden Materien eine» An-hang noch hinzu , so von der Verbesse-rung eines Staats handelt, welcher An-hang aber, »ach ors Herrn Verfassers eige.ncm Geständiuß , dem Leser schon bekanntseyn dürfte, weilen sich solcher in dem so an-muthig geschriebenen Buch , der redlicheMann am Hof, als auch in der neulichzu Marburg herausgekommenc» Samm-lung zur Erlernung einer ächten undreinen juristischen Schreid-Art, im an-dern Theil §., 48. befindet. Gleichwie nunübrigens Deutlichkeit und Gründlichkeit,mit einer aushändigen und dem Herrn Ver-fasser eigenen Schreib-Art vergesellschaftet,in der gänzlichen Schrift so wohl, als auchdiesem Anhang, auf allen Seiten herrschen,so zweifeln wir nicht, der Herr Verfasserwerde mit dreier Schrift bey seinen LesernNutzen und Anmuth erwecken. Ist für 20kr. zu haben.
Berlin. Vernünftige und gründlicheWiderlegung der ärgerlichen Schriftendes berüchrigtenIohänn Christian Edel-manns , verfertiget von Christian Im-manuel Reinwolle, jeyo Ronigl. preus-sischen Accisc-Bedienten in Berlin, undehemahligen Rabbi unter den Juden.Franckfurc und Leipzig, 1747. 8vo. Es istin unsern Tagen schier Sitte geworden, daßman wider den dcfchryenen Johann ChristianEdelmann , der so viele böse Schriften aus-geheckt hat, einen Feder. Krieg wagt, undihm einen Papkr-Kanipf anbietet. Bißdersind seine Gegner meistens Geistliche' gewe-sen , die er ohnedem durchaus nicht leidenkan, die er allenthalben kneipt und zwackt,und mit denen er gar zu gern eine sehr ge-fährliche Umschmelzung vornehmen möchte.Sie tummeln sich noch immer mit ihm he,rum , daß es eine rechte Lust ist , wenn manmit zustehet. Neulich mischten ffch auch dreysogenannte Politici mit in den Streit; aberihre Sckaaf-Pelze, darinnen sie erschienen,waren so kurz, daß der Schalk fornen undhinken, unten und oben hervor guckte. Ietzv
tritt ein ganz anderer Mann aufden Kamvs-Platz, em Mann aus Israel , ein gcbohr-ner Jude, ein ehemahliger Nabbi, em klei,ner David > welcher diesem ungeheuren Go,liat, diesem unverschämten Hohnsvrecher un-sers alierhkiligsten Glaubens, reck unter dieAugen springet, ihn mukhig heraus fordert,seine Schleuder geschickt schwinget, und ihmeinen Stein der kräftigsten Empfindung bey-zubringen sucht. Er bekennt in seiner Vor-rede , und in dem Werkgen selbst, daß er,in Absicht auf die Philosophie, gar kein Ge-lehrter ist , und daß er seine Sache mitHerr Edelmann bloß durch Gründe der ge-sunden Vernunft, und der Christlichen Re-ligion , ausmachen will. Da unser HerrReinwolle unter den Juden gebohren underzogen ward , da er unter ihnen lehrete,und ihm folglich ihre Sitten und Gebräuche,nebst derStarke der hebräischen Sprache satt-sam bewußt sind; so wirft er Herrn Edel-mann allerhand Dinge vor, die ihm schwerzu verdauen seyn müssen , und zeigt ihm in-sonderheit , daß er das Hebräische nicht ein-mahl verstehe, ohngeachrec er bey Ausdrü-tung seiner albernen Meynungen einen Ju-den und Cabaüisten zu Rathe gezogen habe.Man sehr nur, wie schön Herr Reinwolleden Spruch: Das Wort ward Fleisch rc.erkläret, l«id wie nachdrücklich er diesenMacht-Spruch wider die Religionä-Spötterrettet. Kurz, Herr Reinwolle handelt hierviel Gutes ab, und er arbeitet auch schonan stimm zweyten Theile. Ucbngens istnoch zu erinnern , daß ein paar Druckfehlerin das Werkchen Angeschlichen sind , die de»ganzen Verstand verändern. Es muß nehm-lich 7 s- 2 W ist» mid xsZ » 9 °. Olivgelesen werden ; so kommt der Verstandheraus. Ist für 8 kr. zu haben.
Lüneburg. Herr Christian Job. LudolfReusmann , Professor der Theologie ander Ritter - Akademie, und Prediger an derMichaels-Kirche, hat den- 8 - Sept. 1747.die höchste Würde in der Gottes - Gelahrt«heil r» Götlingen angenommen , und bey
solcher