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Herrn Theologen durch fünferlei Gründeheftig zu vertheidigen , und beschlieffet solchemit einer Ermunterung » das theologischeStndimn ja nicht mit dem juristischen zuvertauschen, flch in der Erkänntniß GOttesvielmehr zu üben, und brafHebräisch/ Cbal-däisch und Griechisch zu lernen, damit manvorzüglich selig werde- Beym Anfange ver-wahret er sich zwar sehr , wenn er von sichselbst behauptet, wie er von dieser Sachevon keinem Vorurtheil eingenommen sey, ober schon seine Bemühung auf die Gottesge-lahrtheit wende. Doch kömmt es uns vor,als wenn die Neigung ein Bißgen mir Handangeleget / die Herrschaft über den Verstandzu gewinnen. Zwar wollen wir ihn nichtausdrücklich bcschuldizen, daß er sich Be-griffe vom Himmel gemacht / die seiner Le-bens-Art und Leidenschaften gemäß, dochnehmen wir auch nicht auf uns, feinen an-geführten Gründen einen solchen Nachdruckzu verschaffen, der überzeuget. Der aufge-klärteste Verstand, ja alle Wissenschaft kannicht zur Seligkeit helffen , wenn der Willeunrein und verdorben bleibt. Den Beweißvon den Sprachen hergenommen / hältzwar der Redner vor unumstößlich, alleinwir sind des Glaubens, daß man sich, sol-chen umzustossen, nicht anschicken darf/ in-dem er auf solchen schwachen Füssen stehet,daß er sich vor dem Hinfallen nicht enthal-ten kan. Die Schrift weiß von allen sol-chen Einfällen, und wenn sie auch noch sosinnreich scheinen, nichts. Durch den Glau-ben werden die Menschen selig, und wenndorten ein Vorzug statt haben soll , so mußer eben aus diesem Grund hergenommenwerden. Ob sich übrigens die Herren Wol-fianer betrüben werden , daß der Hr. Red-ner nicht zu ihrer Fahne geschwohren , undauch niemahlen schwehren will, deswegenwollen wir uns nicht bekümmern. Daß aberfeine Seele ein ganz anderes Wesen hat / alsdie Seele eines Wolsianers, das kömmt unssehr rätzelhaft vor. Die Seele eines Wol-fianers wird mit Recht ein solches Ding ge.nannt, welches sich bewußt , und mit einem
organischen Cörper vereiniget ist , und beste-het ihr Wesen in vi reprassemsciva pro sta-ru corporis lui orALnicj. Hat NUN aber desRedners Seele ein ander Wesen , so wirdwan es einem curieusen Gemüthe nicht ver-denken können, wenn es zu wissen verlangt,was die Seele unsers Herrn Lfticht-Wöl-finn ers vor ein Geschöpfe sey. Allem demohngeachm ist dieses wahr, wenn die Grün-de in dieser Rede so zulänglich wären , alsdie Ausdrücke und Schreib-Art sich fein le-sen lassen , so könnte sich solche mancher zumMuster aufstellen. Ist für s kr. zu haben.
Berlin. Man hat dem Publico bereitsvor einiger Zeit , wegen des in Berlin imJahr 1740. unter dem Titel: Herrn D.Caspar Lfteumanns, weyland Rönigl.preußischen Hof - Raths , Professor,? Pu-blic,' Hkemire praäiicL be^M LolieAio tcle-ciico Lhirurzico jn Berlin M. prseleKio-ne? Lbsmicse s. Ösiemia ktestico-kllLrma-ceurica Lxperimknmü? 8c llarionali?, odevgründlicher Unterricht der csiemie Lec.Herausgegeben von Doctor JohannChristian Zimmermann, i^esticinT p,a-ok,co in Schneeberg ; gedruckten Werks ,in verschiedenen öffentlichen Nachrichten an-gezeiget , daß hierinnen gar nicht aufrichtigeNeumannische Collegia enthalten, sondernsolches ei» sehr mangelhaftes, und nebstallerhand fremder Arbeit, unter des sel. HerrnHof-Rath Neumanns Namen herausgege-benes Werk sey. Diesem ohngeachtet ist esdennoch den Unwissenden, als welche wederden Herrn Hof-Rath Ncumann nicht rechtgekennet, noch auch dessen Schriften nichtgründlich zu beurtheilen wissen, nachdem die-selben den Beredmigs- Mitteln und unge-grimdeten Vorgeben , als ob in gemeldeterAusgabe die würklichen Oolie^iabefindlich wären, Glauben beygemessen, indie Hände gerathen. Solchemnach ist derlVlcäicmL vcxftor in Berlin , Herr Chri-stoph Heinrich Kessel , als der Schwester-Sohn des Herrn Hof-Rath Neumanns,entschlossen, die von seinem Herrn Vetter