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gar läugnet, es dennoch möglich sey, daßer, ohne sich zu widersprechen , von einemSatze annehmen könne, er sey , in so ferner wahr ist , nicht falsch, und in so fern erfalsch ist, nicht wahr. Zum andern , einBeweiß < daß ob einer den Satz des zurei-chenden Grundes nicht supponirk oder garläugnet, es dennoch möglich sey, daß er ,ohne sich zu widersprechen , einen Satz alsgegründet annehmen könnte. Das Haupt-Werk von dem Beweise des ersten Satzeskömmt darauf an : Wer behauptet, allessey, in so fern es ist, nicht nicht, der kan, ohnesich zu widersprechen, annehmen , ein ge-wisser Satz bl. sey, in so fern er wahr ist,nicht falsch , und in so fern er falsch ist,nicht wahr. ( dieses hat der Herr Verfasierzuvor sehr sorgfältig erwiesen) Nun aber,wer behauptet, es sey möglich, daß etwas,in so fern es ist, nicht sey, der läugnet denSatz des Widerspruchs. Wenn es also mög-lich rst, daß einer behaupte, alles sey , inso fern es ist, nicht nicht, und ohne sich zuwidersprechen dabey behaupte, es sey mög-lich , daß etwas, in so fern es ist , nichtsty , so ist es auch möglich , daß einer denSatz des Widerspruchs längne, und dochdabey annehmen tön e, ohne sich zu wider,sprechen , der Satz bl. sey , in so fern erwahr ist , nicht falsch , und in so fern erfalsch ist, nicht wahr. Jenes ist möglich,also auch dieses. W. z- E. w-Wir bekennen, daß wir entweder diesesontologische Rothwclfch von nicht nicht seynu. s. f. nicht recht verstehen, oder daß esuns sehr vorkömmt» als ob, logisch zu re-den , das -znceceäen; des letzten hypotheti-schen Schlusses ganz falsch wäre. Die Sätze:alles ist , in so fern es ist, nicht nicht,und: etwas ist, in so fern es ist, nicht,widersprechen ja einander; das?r^ärcgcumnicht wird im ersten von allem durch dasvorher gesetzte nicht getrennt, und im an-dern dem etwas , d. i. einer Art von demallen , beygelegt. Wenn der letzte Satzhiesse: alles ist , in so fern es ist, nicht,so würde er dem ersten gerade widersprechen.
und eben der Widerspruch muß noch blei,den, wenn er nicht allgemein, sondern be-sonders ausgedruckt wird. Diese Probe wirduns entschuldigen , daß wir uns nicht dieMuhe nehmen, einen andern Beweiß desHerrn Kirchners , der eben diesen Gegen-stand hat, und den zweyten Theil seinesersten Stücks hier zu erzeigen. In demzweyten Stücke befinden sich zween Beweise?daß alles absolut nothwendige keiner»Grund habe. Der erste hängt so zusam-men : Was soll verhindert werden, mußabsolut möglich seyn. Wen» a macht, daßL, eist , so verhindert a das nicht L seywdes L, folglich muß das nicht c seyn desN abslut möglich seyn. Ader dieses heißt,^ enthält den Grund, warum , <- ist.Wenn also ^ den Grund enthält, warumv, e ist, so muß das nicht e seyn desL absolut möglich seyn, folglich ist n nichtabsolut nothwendig <7. Wenn Gegen-theils v absolut nothwendig e ist, so kamkein ^ vorhanden seyn, das den Grund da-von i» sich hielte. Der Herr Verfasser hat,von tiefsinnig.klingenden Gedanken-leerenThonen verführt, nicht bedacht, das-z ebenso untreimlich von L seyn kan , als (7 davonist. Das nicht ^ seyn des L kan absolutmöglich seyn, wenn nicht beym L ist,aber wofern ü ohnmöglich vom L wegblei-ben kan, so wirb auch das nicht e seyndes 6 absolut unmöglich seyn. Man mtzestatt c gleichwinklicht, statt u ein gleich-seitiges Dreyeck, start /r gleiche Seitenhaben. Wer kan läugnen, daß ein gleich-seitiges Dreyeck lauter gleiche Winkel habe?Aber wer wird zugeben, daß hieven keinGrund vorhanden sey ? Nur alsdann ist eSmöglich, daß das gleichftitige Dreyeck nichtgleichwinklicht sey, wenn es nicht lauter glei-che Seiten hat, b. i. wenn es nicht gleich-seitig ist. Die Philosophen haben längst denGrund, und denn was bey einer Sache ab-solut nothwendig ist, in ihrem Wesen, undwesentlichen Beschaffenheiten gesucht. Waseiner Sache also absolut nothwendig zu-kömmt, von dem ist allezeit absolut möglich,
daß