Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
Seite
143
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2S ):(

Hätte bald vergessen, daß man einen zer-stümmelten 8ejZnum, nur den Kopf vonK,. 1'. O'csi-o von Marmor, und einenpompejnm icj. von Lronr zu Pferd gleich-falls gefunden. Ich werde nicht ermangeln,allen Fleiß anzuwenden, etwas ausführli-ches zu bekommen, meinen HochgeehrtenHerrn zu conteatiren.

Leipzig. Breitkopf hat gedrucktPIu-rarcks Lebens - Beschreibungen der be-rühmtesten Griechen und Römer mitihren Vergleichungen aus dem Grie-chischen übersetzet , und mit Anmerkun-gen versehen von kl. Johann ChristophRind. Anderer Theil, i Alphabet 14 Bo-gen in Oetav. Da der erste Theil dieser Le-bens-Befchrelbungen, welcher im Jahr 174;ans Licht trat, mit so vielem Beyfall auf-genommen worden, so ist wohl gewiß, daßdieser und die folgenden Theile ein eben sogünstiges Schicksal haben werben. Manmuß nicht meynen, daß die Leben bloß fürGelehrte sind; Plutarch hat sie zum Unter-richte aller Menschen geschrieben , welchedurch die herrlichsten und wirksamsten Bey-spiele zur Tugend und zur wahren Ebre kön-nen angeführet werden. Der Regent, derStaatsmann , der Feldherr, der Bürger undder Gelehrte finden hier Lehren , denen siesicher folgen, und deren sie sich mit Nutzenin dem Lauf ihrer Handlungen bedienen kön-nen. Ueberall leuchtet beym Plutarch eineaufrichtige Neigung hervor, allen MenschenNeigung zur Tugend, und vor den Lasterneinen Abscheu beyzubringen. Möchten dochunsere elende Geschichtschreiber, welche fastalle Monate das Leben eines Marschaüs oderFeldherrn ans Licht bringen, bevor sie dieunglückliche Feder ansetzen, sich mit demPlutarch bekannt machen , hier würden sie,wo sie anders so viel Verstand haben , er,kennen, wie sich die höhere Welt-Weißheitmit den freyen Künsten , die ganze Staats-Kunk mit den Geschichten und Alterthümernvereinigen, und einen vollkommenen Beschicht,Weiber bilden. Ist für - S. zu haben.

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Ein anders von Leipzig. In hiesigenBuchläden verkauftet man zwey deutscheSchauspiele, wovon das eine der Dreßde-ner Schlendrian , und das andere derFranzose duftet. In dem ersten gehet dieAbsicht dahin, den Hochmuth bürgerlicherPersonen und g 'wisse angenommene Gewohn-heiten lächerlich zu machen; in der zweytenaber wird eine lustige Vergleichung der Teut-schen und Französischen Lcbens-Art angestel-let. Jedoch ist die Ausführung beyder Stückeso schlecht gerathen, daß die Liebhaber derSatyre wenig Vergnügen daran finden wer-den. Es scheinet auch , als wenn der Her-ausgeber keinen ankern Zweck gehabt , alszwey Neubecische Nachspiele, die vielleichtaus dem Stegreif gemacht worden, gedrucktzu liefern.

Halle. Am 17 Mertz 1748 vertheidigteunter dem Vorsitz des Herrn geheimden RathBüchners, Herr Paul Paulsvhn auS Liesiand,seine selbst verfertigte InLliAural-VistcrrLtion:

Erstens teierbocium Aenersliorern IVIortzos

Lbromco; rice craÄWäi. 4 Bogen. Selbi-ge ist in ll. Capitel und Xtzi. tztz. eingetheilet.Das erste ist xültzoloZi'cum , und das anderepraÄicum. In dem ersten wird der Unter-scheid djcftr Krankheit von andern, und de-ren Ucsach gezeiget. Die erste Ursach ist dieVollblütigkeit, oder eine andere vorhergegan-gene Krankheit; zumahl wenn selbe nicht rechtaus dem Grunde ist gehoben worden. Diebesten Mittel sind vircecics , wohin auchmoru; corxvris volumLriu; zu rechnen ist.Statt des Biers rühmet der Herr Verfasserein Oecocium aus folgenden §pecietzu5,wovon man 4 oder ; auslesen kan : Nerv-lich, stsä. lcorroner. iässspLrill. c^optz)'!-Isr. cictzor, d-ion. Le cvrr. stiüä.-»

kr. länrol. cirrin. csstis cLrvoptzMsc. corr.culilztzan , cirr. 8e sur-mr. Hertz. CLrä. tzen.lemm. sniz. soemcul. tzaclirin. tzscc. junip.tost. sruÄ. celvlor. ni^r. aääenöo nilr. an-rimon. cremvr. rarn«. r»5ur. L. L. tzor-äeum, xMiI. mrnor. stcur.

Ley