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Zu dieser feyerlrchen Handlung lud HerrDoctor und Professor Hebenftrcit mit einerauf 2 Bogen abgedruckten Schrift ein, wel-che äs vrcjinit)U5 Zemmarum handelt. DesHerrn Professors Absicht gehet dahin , die sogenanten Edelgesteine unter gewisse Classenzu bringen , und die Nahmen wieder herzu-stellen , welche ihnen die Alten gegeben ha-ben. Er folget darinnen Plinio im ;7tenBuche, und bemerket zuerst , dass die Altenfast alle Arten von Kostbarkeiten Edelgesteinegenennet, daß bey den Römern verbockengewesen, kleine durchsichtige Steine zu schnei-den , und daß man Minium eben keines Irr-thums beschuldigen dürste , wenn er gleichviele Edelgesteine nenne, die ietzo unbekanntwären. Es giebt aber drey Classen von Edel-gesteinen, durchsichtige, undurchsichtige, undHalb durchsichtige. Von der ersten ist dievornehmste Ar. der Ccystall , worunter vorallen Dinge., der Diamant zu rechnen ist.Der Herr Professor gehet alsdann alle Edel.Meine nach den drey Classen durch, undzeiget, was vor Edelgesteine nach der heuti-gen Sprache unter denjenigen zu verstehensind, deren Nahmen und Beschreibungen inHemeldtem Buche von Plinio vorkommen.
Lübeck. Als der gelehrte Doctor derRechte und geschickte Advocat, Herr IohPeter Willebrandt , vor einem Jahre seinVorhaben bekannt machte, eine HansischeCbronick, m einer an einander HangendenOrdnung abgefasset, auszufertigen; ist ervon verschiedenen in-und ausländischen Gön-nern und Freunden ermuntert worden, sol-ches dem gemeinen Bestens» nützliches,und-en Liebhabern Nordischer Alterthümer soangenehmes Werk, so bald möglich in dieHände zu liefern. Diesem so billigen Ver-langen ein Genüge zu leisten, hat er nurkürzlich durch den Druck bekannt gemacht:„Vorbereitung zu der Hanstschen Chromck,„bestehend aus Erörterung der Frage: Wo-„her ist der Beynahme der Hansischen Städte„entstanden ? Welche Umstände haben zu„der Deutschen Hanse Gelegenheit gegeben?
„Wie war die ehemalige Beschaffenheit der„Hanstschen Städte ? Und was ist von der„Hanse noch übrig? Mit einigen zu mehrerer„Erläuterung gereichenden Anmerkungen ent-„worffen von D. Johann Peter Wille-„brandt. in Fol. y Bogen.» Diese Ab-handlung theilet sich nach den angegebenenFragen in drey Abschnitte, in deren letzte-rem die ehemalige und jetzige Beschaffenheit'der verbundenen Städte zusammen in Be-trachtung gezogen wird. In dem Vorbc-richte zeiget er die Quellen an» auS welchener geschöpft!. Zum Grunde hat er dieHandschriften des ehemaligen gelehrten undberühmten Bürgermeisters zu Lübeck, D.Antonms Lolerus, gelegt, welche ihmvon einem Beförderer der Alterthümer seinesVaterlandes sind mitgeherlet worden. Hier-zu sind die Urkunden eines gewissen noch blü-henden Hansischen Cvllegii, und verschiedenerare Lübeckische und anderer Städte Chro-nisten , gekommen, durch welche die Ersten»sehen Nachrichten sind bestätiget worden. Indem ersten Abschnitte untersuchet er den Nah-men der Hansee-Städte. Nachdem er mitvieler Bescheidenheit und Gründlichkeit dieverschiedenen Meynungen geprüffet hat, zei-get er mit mehrerer Gewißheit, daß dasWort oder ilsnsti > welches vormahlsgebräuchlich war, und eine Gesellschaft oderVerbindung bedeutete, dieser Benennung denUrsprung gegeben. Dieses wird ausser an«dern Gründen aus Henrici des Dritten, Kö-nigs von Engelland, Frey-Briefe , welchener der Stadt Lübeck im Jahre 1271 verlie-hen hat, erwiesen, in welchem das Wort»snls ausser allem Zweifel diese Bedeutunghaben muß. Daß also Hansee-Städte, oderdlanlg Huronica, wie sie zusammen geuen-net werden, eine Gesellschaft gewisser durchgemeine Gesetze zu allerseitiger Sicherheit:verbundenen Städte bedeutet. Diese Ver-bindung haben , wie im zweyten Abschnittegezeiget wird, die betrübten Zeiten in Deutsch-land unter dem Kayser Friedrich dem Zwey-ten veranlasset. Denn, als gegen diesen die:Päbste zu verschiedenen mMen den Bann-
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