Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
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261
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Vergleichungen angenehm und zierlich ; Somahlet er uns den Grafen von Egmond, denPrintzen von Oranien, und den Grafen vonHorn, die drey mächtigsten Herren, die ander Freyheit ihres Vaterlands arbeiteten/ undderen Macht/ Ansehen und Tugenden Spa-nien am meisten fürchtete / ab. Der Grafvon Egmond war der / den die allgemeineStimm rum Stadthaltec ausruffre. Erwartapffer, großmüthig / und freundlich ge«gen daö Dolck. Er wurde auf gleiche Weifevon den Grosse»/ von dem Voick, und demSoldaten verehret/ wegen feiner edlen underleuchteten Redlichkeit / welche die Kunst-griffe eher verachtet als nicht kennet. Erliebte den Rahm und den Ruff/ und nochmehr alS das einte und andere fein Land.Niemahls haben ihn-weder die Hoffnung/noch di^Kunst/ noch die Schmeichlungen desHofs / vermocht feine Gedanckm und feineGemüths- Neigungen zu verstellen / oder de,nen Ordnungen desselben beyzusallen/ die ihmungerecht oder Flandern nachtheilig fehle,nen. L eine Hände stuhnden den Nothdürff-tigen allzeit offen / fein empfindliches Hertzwar die Zuflucht der Unglücklichen / fei» Pal-llast der Sammelplatz aller wahren Patrio-ten. Spanien war seiner Tavfferkeil undseiner Aufführung die berühmten Siege von§r. (Zuenrin und Sravclln schuldig/ und hat.te so grosse Verdienste weder durch Ebreustel.len noch Vertraulichkeit belohnt. Wenn nachdem Graf von Egmond jemand der Ehredes obersten Befehls würdig geschienen / sowar es der Printz von Oranien. Er waraus einem Hauß entsprossen, das vor Zeitenin Deutschland m.t dem Oesterreichischen großgewesen / und das Carl der fünfte lange Zeitmit seiner Hochachtung und Liebe beehret,er sahe nichts über ihm Die Natur haueihn zu den Unternehmungen zugcrüstet / diedas Glück ihm bestirnte. Er war verstellt,geschickt und einneymend, beredt und listig /seine Ehrsucht halle keine Schranken / seineMäßigkeit war verstellt / er war so geschicktArmeen zu jan.ler,. ,'ls Bündnisse aufzurich.Len, kühn m dem Rarv und geschwind m der

Ausführung / hochgeachtet in seinem Land,wohlanqesthen bey den Frömdcn. Er fändeleicht Auswege in schweren Sachen , undHülffs-Mittel in Verzweiffelken/ hitzig in demGlück» und standhaft in dem Unglück, er hoff-te viel und förchlele nichts» die Religion sa.he er an als eine gleichgültige Sache» und denKrieg als eine Gabe die ihm fehlte» und dieer durch nichts als die allerklügste Staats»kunst ersetzen tonte. Der Graf von Horn,von dem berühmten Hauß Monkmorenci,war der dritte Flammandifcve Herr der An.sprach hatte. Unter allen seiner Zecken derlapfferste» der kühnste und vcrivegneste. Sei»Geist war falsch und unruhig. Ein Feilst)aller Ruh , der feiniqcn aus Unruh» und an«derer aus Ehrsucht. Er hatte etwas un-freundliches in seiner Gemüthsart, etwasseltsames in seinen Begriffen, mehr besonde.rcs als erhabenes in ftmen Anschlägen. Ersehnte nach Aufruhr und Verwirrungen, undsuchte seine Erhebung in Ausständen. Eswar eifersüchtig mit grössere» als er , stoktzgegen seines gleichen, übermüthig gegen ge»ringe«, ungleich gegen alle. Der Graf vonEgmond war berühmt durch seine Siege,der Printz von Oramen bewunderet wegenseiner K lugheit, der Graf von Horn gefürch.tet wegen seinem Ansehen. Der erste hattemehr Ruff, der andere mehr Ansehen, derdritte mehr Macht. So mahlet er uns Phi-livvum den Zweyten als den stölzesten undehrsüchtigsten Fürsten, den hochmüthigen undheffuqm Cardinalen Gromivelle, den Herzogvon Alda, den gerechtesten Menschen, dengrösten Generalen, und den strengsten Stadt-halter seiner Zeit, von jesn v'^ucricde, dersich durch seine Siege und grossen Eigenschaf-ten iu allen Theilen der Welt bekam gemacht,dessen Tugenden ihn zur Lust der Christen-heit und den Flamänderu zum Schrecken ge»machet; Die nach einander die Niederlandeverwaltet, biß Wilhelm der Erste unter derRegi-rung des Hertzogr« von Parma des ge-lindesten, tapfersten und votlkomnesten Stadt«Hackers, nachdem sich die vereinigten Pro.vmtzeu mit einander verbunden und in Frey-heit