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richten von ihrem Leben sich ziemlich spar-sam finden. Die Briefe des H. Ifidorivon Beltlsten find, wie bekannt , mit vielenschönen Anmerkungen, woraus die Historieseiner Zeit erläutert werden kau, angefüllt,und hat deswegen der Verfasser ausführlichdavon gehandelt. Marias Mercatvr, Phi-lostorgiüs, rsscrates , und Sozomcnus,find wegen ihrer historischen Werke, dir nochi tzo vorhanden find, hoch zu schätzen. ImAnhange wird von verschiedenen Kirchen-Versammlungen, und dem Leben der Mär.tyrer, so um eben diese Zeit gelitten, in be-sondern Capitclen, und nach Veranlassungder besten alten Schriftsteller, geredet.
Lemberg. In der Duchdruckerey der Ge-sellschaft Jesu ist gedruckt : Olympus liee-
rsrus, fcu Istrerae oraeonse, ke^i )eluOkrifts, ReAinseVaelorum, blarise, äivis-que Oseücibu; . iuscri'pcse, chucore p. kar-lnolomaco l.ücier, 8 c>ciecakis jessi. in 8V0 rAipb. 4 . Bogen. Herr Lüdec hat seinenNahmen unter den gelehrten Dohlen schondurch mehr als eine oratorische Schift be-kannt gemacht. In dem gegenwärtigen Wer-ke liefert er vier und zwanzig Reden , die ertheils zmn Lobe des Heilandes, theils zuEhren seiner Mutter, der Heil. Jungfrauen,theils auch zur Verherrlichung anderer ind r Eatvoiischen Kirche mit dem Ruhmeder Heiligkeit prangenden Personen, verfer-tiget hat. Er redet in seldi en durchgehendsmit grosser Lebhaftigkeit, und vielem Heuer,macht fit? aber in ewigen Steilen durch diealftustarke Häuffung verblümter Ausrrückun-gen, und ander, r, die Natur der Sache ü-bersteigenden, Ausschmückungen, recht unan-genehm uns unverständlich. Die an denGrafen Ordwat von Zamoiske vorangefetz-ie Zueignungsfchrift erzehlet die manmch-faltigrn und unvergleichlichen Verdienste deserlauchten Aamoiskefchen HauseS um dasVaterland, und die darinnen blühenden Wis-senschaften.
Verona. Augnstin Carattoni, Buchdru-
cker des Bifchöfflichen Seminarii, hat bekantgemacht, daß er nunmehr» ohne länger»Aufschub den Druck des neuen tUuiei derVersnefischcn Acadrmie, »vvrinnen 646.theils Aufschriften, theils Werke von erha-bener Arbeit, befindlich find, unternehmenwolle. In eben diesem Bande wird die Gal-lerte von Turin, und die in der WienerischenBibliothek befindliche Sammlung, nebst ei-ner auserlesenen Anzahl Griechischer, undnoch mehrerer Lateinischer Aufschriften, sonoch nie gedruckt worden, den Liebhabernder Alterthümer vorgelegt werden. Wasdiese letzter» belüft, so bat solche der berühm-te Marchese Masse», welchem man das gan.ze Unternehmen zu danken hat, nicht etwanaus geschriebenen Nachrichten gesammelt,sondern in verschiedenen Theilen von Euro-pa selbst abgeschrieben, die in Africa undAsien befindlichen aber auS den besten undzuverläßigsten Abschriften genommen. EineSammlung und Erklärung der Griechischenund Lateinischen abgekürzten Wörter, wiesolche aus den alten Marmorn befindlich find,wird endlich den Beschluß des ganzen Wer-kes machen. Ausser den Veronrfischen kas-reliek sollen viele andere, deren Zahl we-nigstens aus ivo. sich belauffen wird, hievangebracht, und weder Fleiß, noch Kosten,gesvaret werden. Das ganze Werk wirdeinen Band in Folio ausmachen, und denen,so darauf unterzeichnen, zwey Zechinen , da.von die Helfte bey der Unterschrift bezahletwird, den andern Liebhabern aber vier Ze»chinen, zu stehen kommen.
Brescia. Der gelehrte Herr CardinalGmirini, dessen wir schon ofte in kiesenBlättern Erwehnuug gethan haben, hat voreiniger Zeit ein Lateinisches Sendschreibenan den Cardinal von Alsace, Erzbischoffenzu Mecheln, bey Riuardi in groß 410 auf8und einen halben Bogen »drucken lassen. Esbetrift solches tie Frage, ob man die Zahlder Festläge in der Carbolischen Kirchen ein-
schren.