Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
Seite
318
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ZI8

Thiere und der Pflanzen, gezeiget. Alles,was dabey vorkamt, betrift blos das körper-liche. Wir geben gerne zu, daß die Naturinimcr auf eine ähnliche Art wircke, so vieles die Verschiedenheit der zu erzeugenden Din-ge leidet; wenn aber daraus geschlossen wird,daß man die Natur an die Stelle des höchstenWesens setzendürfe, so ist das ein gewaltigerSprung, den wir ma l eher nachzutbun wa-gen können, als bis wir den Verfasser imStande sehen, uns dabey vor der Gefahr zufallen Sicherheit zv schaffen. Er hat zwar imvorhergehenden etwas mit einfliessen lassen,das vielleicht dazu dienen soll; allein es istbey weiten nicht hinlänglich. Wir habenhier-mir unsern Leser das hauptsächlichste von derangekündigten Schrift mitgetheilet. Manwird schon daraus abnehmen können, daßdie Rüstung des Verfassers nicht so gar fürch-terlich sey. Sollen wir einen Vergleich ma.chen, so ist uns ein altes und verdorbenes Ge-richte mit einer frischen Frantzösischen Brühewieder aufgetragen; diese ist aber nicht sostarck gewürzt, daß mau jenes davor nichtmerckcu solle. -Ist für 48 kr. zu haben.

Sonden. Herr Johann Barker, Doctorder Arzneykunst, und Mitglied der mebicini-schen Facullät, hat in einer Schrift, die be-tilkelt ist: psssi on rke/^Areemenc becvveenrhe Lnciem Lnämvijern ptrisiclc!» die Ueber-einstimmung der alten und neuen Aerzte in derArt, die Krankheiten zu curiren, gründlichzu zeigen gesucht, und besonders an dem Erem-vel der Wassersucht deutlich dargethan, daßsowohl Hippocrates und Galenus, alsSvdenham und Boerhaave, in Curiruugdieser Krankheit völlig mit einander überein.gcstimmet, und iu ihren Schriften die Naturdieser Krankheit auf einerley Art untersuchet.Damit aber den neuern Aerzten kein Vor,wmf gemachet werden möge, als wenn siedas Ansehen der alten nur geblendet habe, soläßt der Verfasser sich besonders angelegen seyn,die Gründe anzugeben, worauf dieaiten ihreLehrart besonders gebauet, und hieraus z»beweisen, daß die neuern nicht so wohi dea al.

ten, als der Natur selbst, die jenen zu einemWegweiser gedienet, und zu allen Zeiten un,veränderlich ist, in ihrer Lehrart nachgegan,gen.

Frankfurt Diese Messe ist bey uns dasdritte Zehend vom Ehren-Tempel der deut-schen Gelehrsamkeit, in welchem die Bildnissegelehrter und um die schönen und philologi-schen Wissenschaften verdienter Männer unterden Deutschen aus dem xv, xvi. und XVil.Jahrhunderte aufgestellet, und ihre Geschich-te, Verdienste und Merkwürdigkeiten enlworf-fen sind von Jacob Brucker, Mitgliede derAkademien der Wissenschaften zu Berlin undBologna, in Kupfer gebracht von Ivh. Jak.Haid,Mahlern und Kupferstechern, in MediänQuart, zu sehen gewesen, woraus wir mitVergnügen erfahren, baß dieses vorlreflicheMerck, welches recht zum Ruhm der deut-schen Gelehrsamkeit unternommen worden ist,ununterbrochen fortg setzt werde. In diesemdritten Zehend kommen die Bildnisse folgendergelehrten vor: I. Ioh Aventinus, Hertzog-lich-Bayerischer Geschichtschreiber, welcher14ÜS. gebohren, und -s;4, gestorben ist.H. Joachim Camerarius, Professor der Grie-chischen und Lateinischen Sprache zu Leipzig,gebohren r;oo. gestorben >574. Hl. AdolphOcco, physicur der Reichsstadt Augspurg,geboren >5-4. gestorben 1604. iv. DavidHöscbel, sseüor am Q/mrmsto zu St. AnnaunbStadt-llss>!iotKscLri'us IN Augsburg, ge-bohren >556. gestorben 1617. v. ConradRiltershustus , der Reichsstadt NürnbergRath und Professor der Rechtsgelehrsamkeiczu Altdorf, gebohren 1560 gestorben >6rz.VI. Marguard Freher, Churfürstl.PfältzischerRath und Vice-prXÜäenc, gebohren 1565.gestorben »014. vn. Tbomas Reinesius,Bürgermeister und Stadt-phystcus zu Alten-burg, aeb. i;87. gest. IÜ67. vm. JohannFriedrich Gronoviüs, ordentlicher Lehrer derBeredsamkeit, und der Geschichte auf der Uni-versität Leyden, gebohren r6n. gest. 1671.IX. Jacob Tdomasius, Lehrer der Weltweis,hrit undBekedstimkeit aufker Universität Leip-zig,