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von dem ganzen Werke, bis zu desselben En-digung, alle Monathe ein Stück hcrauskom.men. Das erste und zweyte, welches wir voruns baden, ist so wohl gerathen, daß man-ch von der Fortsetzung billig viel gutes per«spricht Die Einleitung giebt nicht nur desHerrn Verfassers eigentliche Absicht, wie wirsie angeführet haben, und die Gründe, wo-durch er sich zu dieser Arbeit ermuntern lassen,zu erkennen, sondern lehret auch, wie es ei-gentlich um die Sache der Christlichen Reli-gion und ihrer Feinde stehe, und löset einigehier einschlagende Fragen auf. Nach derEinleitung folgen vier vorläufige Betrachtun-gen , worinnc der redende Christ seinen Vor-satz entdecket, und sich dadurch den Weg zuden folgenden Gesprächen bahnet. Und bisist der Inhalt des ersten Stückes. In demzweyten finden wir sechs Betrachtungen. Dieerste führet den Beweis, daß überhaupt einegöttliche Offenbarung unter den Menschenvorhanden seyn müsse, weil nach der Erfah-rung , wovon einige Fälle angezeiget werden,die menschliche Seele ohne Unterricht zu garkeiner vernünftigen Erkänntniß gelangen kan.Die zweyte behauptet aus der Bestätigungdes Geistes und der Kraft, welche mit derHeil. Schrift verbunden ist, daß diese ebendie nothwendige Offenbarung seyn müsse, unddie dritte hebt den Haupteinwurf, den manwider diese Art des Beweises zu machen pflegt.Die vierte redet von den vornehmsten Wahr.keilen der natürlichen Religion, und erinnert,daß es zur Vertheidigung unsers geoffenbar.ten WortS diene, wenn man genauer zeige,wie wenig die sich selbst gelaffeneVernunft hier-von mit gehöriger Richtigkeit jemahls einge»sehen habe. Zu dem Ende gehet die fünftekürzlich der heydnischen Weltweisen ungewisseMeynungen durch, und schliesset hiernächst,daß wir selbst unserer Bibel die ^vernünftigenatürliche Religion, wie wir sie jeA> erkennen,zu danken haben- Die sechste erweiset endlichdie Göttlichkeit der Heil. Bibel aus den Weis-sagungen und Wunderwerken , und löset diedagegen vorkommenden Zweifel auf. Weil
übrigens die gegenwärtigen, Betrachtungennoch einige Schwierigkeiten übrig lassen; soverspricht der Herr Verfasser, denselben indem dritten Stücke zu begegnen.
Lüneburg. Der hiesige Rath und Inspe«ctor der Rilter.Academie, Herr Ioh-Friedr.Iugler, hat vor kurzem eine auf 7 Bogen in4lv gedruckte schöne Abhandlung geliefert, sofolgenden Titel führet: 8^1>o§e ol,lervario-<le neu ranAensti 8.8. i'niurejuran-
äo. Der Herr Verfasser erzehtet darinnenanfangs, daß vormals die alten Griechen undRömer, wenn sie geschworen, die Hand aufden Altar gelegt, die Juden das Gesetz.Buch, so wie sie noch heutiges Tages imGebrauch haben, gehalten, die alten Christenaber entweder die Uebcrbleibsel der Heiligen,oder auch die Altäre, angerühret hätte».Diese letzter» pflegten bey solcher Gelegenheitauch die Finger auf das heil.Evangelien-Buchzu legen, welches unter andern auch aus demJuüinianischen Gesetz-Buche erweißlich ist.Ferner zeiget der Herr Verfasser, was dißfallSin dem geistlichen Rechte verordnet sey, führetdie Privilegien der Geistlichen an, und erweist,daß diese Gewohnheit schon bey den altenDeutschen üblich gewesen, daß sie bey Lehns-reichuugen, ingleichen bey der Wahl und Krö.nung der Röm. Kayser, beybehalten worden.Er suchet endlich die Einwürfe, so man dage«gen machen könnte, ob es einem Christen er«laubl sey, beyAuslegung des Eydes das Evan-qelien-Buch zu berühren, aus dem Wege zuräumen, und die Frage, ob der einen gültigenEyd leisten könne, dem entweder die Hand,oder die Finger, fehlten, zu beantworten.Endlich bringt er die Spuren dieser Gewöhn,heil bey andern Völkern ausserhalb Deutsch«land bey, und untersucht, ob dieselbe noch heu-tiges Tages, wenn Privat-Personeo schwörensollen, beobachtet werde. Die ganze Abhand.lung ist fleißig, und mit Anführung guterZeugnisse, geschrieben, und macht allerdingsihrem Verfasser nicht geringe Ehre.
Diese Nachrichten sind alle Mitrvochen in Zürich bey Heidegger und LomxLzmeBuchhändler, zu bekommen.