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Holland bewohnet wäre. Von dieser erstaun,lichen Menge kleiner Thiere, die in demSaamen-Safte schwimmen, gelangt nur eineintziges zur Menschheit! Bey den Pflantzenund Bäumen sehen wir von dergleichen Be-gebenheiteu täglich Beyspiele vor unsern Au-gen. Wie viele tausend Eicheln fallen nichtwegen einer sehr geringen Anzahl, die zumKeimen kommt, und Bäume hervor bringt,von dem Eich-Baume herab, und vertrock-nen oder verfaulen! Die Saamen-Thiergenhaben einen Schwantz, und viele Aehnlich-keit mit einem jungen Frosche , wenn erschwimmet, und sich noch in der Gestalt ei-nes kleinen schwachen Fisches zeiget, wovondas Wasser im Früh-Iahre wimmelt. Wasnimmt der aber für einen Weg, der darzubestimmet ist, ein Mensch zu werden? Wieverwandelt sich derselbe in eine Frucht? Ei-nige vor unsern Augen verborgene Oerkerder innwendigen Haut der Gebähr-Mutkerwerben die eintzigen seyn , die dazu geschicktsind, das kleine Thiergen anzunehmen, undihm die zu seinem Wachsthum benöthtgteSäfte zu verschaffen. Die Gebähr-Muttcrist für diese Thiergen von einem unermeßli-chen Umfange. Viele tausend kommen um,ohne einen von diesen Oertern oder von die-sen kleinen Gruben finden zu können, die zuihrem Empfang bestimmet sind. Die Haut,in welcher die Frucht befindlich ist, wird ei-nem von diesen Uederzügen nicht ungleichseyn, welche unter der Gestalt vou Püpchenverschiecene Arien von Ungeziefer bey Ver-änderung ihrer Gestalt in sich fassen. Vonder Raupe bis zum Sommer-Vogel, vondem Saamen-Tbiergen bis zum Menschenscheinet einige Gleichförmigkeit vorhandenzu seyn. Aber der erste Zustand des Som-mer-Vogels war nicht jö beschaffe», wie dervon der Raupe: die Raupe war schon auseinem Ey herausgekrochen, und vielleichtwar dieses Ey auch schon nichts anders alseine Art einer Chrvsolide. Wenn man nundiele Gleichförmigkeit höher treiben wolle:so mäste das kleine Saamen-Thiergen schonaus einem Ey herfürgekommen seyn; aber
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was für ein Ey! wie klein müste dasselbeseyn! Der gröste Theil der Zergliedere« hatein anders Lehr-Gedäude angenommen, wel-ches aus den zwey vorhergehenden zusammengesetzet ist, und welches die Saamen-Thier-gen mit denen Eyern verbindet. Eines, dasglücklicher zu nennen, ober mehr zu bekla-gen ist, als die andern, gelanget bis zumEyer.Stock, nimmt in einem seine Woh-nung , und sänget an zu wachsen. Diesessind die Materien, welche der Herr Mauper«tuis in den ersten s. Capiteln seines Werck-gens vorträget. In dem sechsten erzehlet ereinige Anmerckungen, welche für und widerdie Ever sind; In den beyden folgenden be-mercket er die Versuche des Harvay, der sichdurch die eintzige Entdeckung des Umlaufsdes Geblüts um die Zcrgliederungs-Kunkmehr als alle andere verdient gemacht hat.Carl der Andere, König in Engelland, einPrintz, der alles gerne wissen wollte, einLiebhaber der Wissenschaften und Stifter der.jenige» Gesellschaft, durch welche die Wif-senfchaften zu einem Flor gelanget sind, umseinem Zergliederer die Mittel an die Haudzu gebe», daS Geheimniß der Zeugung zuentdecken, gab ihm alle Hindin in seine Ge-walt, die in dein Thier-Garten befindlichwaren. Harvay stellet« ein vernünftigesBlut-Bad unter ihnen an; aber seine Ver-suche haben uns in Ansehung der Zeugungkein Licht zuwege gebracht, diese Materie istvielmehr dadurch verdunckelt worden. In-dem also dieser grosse Mann alle Hofnnngfahren lassen, eine deutliche Erklärung vonder Zeugung geben zu können: so ist er ge,nöthiget gewesen, sich durch Gleichnisse her.aus zu helfen. Er sagte, daß, gleichwie daSEisen, nachdem es der Magnet berühret hat,eine magnetische Kraft annehme, also dasWeibgen durch das Männgen fruchtbar ge-macht würde. Die Betrachtung, die erhierüber anstellet, ist mehr scholastisch , alsphysikalisch. Unser Verstand scheinet nur be-stimmet zu seyn, über die Sachen zu ur-theilen , die unsere Sinne entdecken. DieVergrösseruvgs, Glaser und Brillen habe«Bdb » uns'