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Scbrift allemahl GOtte, niemahls aber denEgyptischen Priestern zugeschrieben werde,s Mos. n, !. 4. lr, 2;. Ll,. Da dochdas letztere leicht geschehen können, wennanders diese Priest r daran Amheil gehabthätten; zumal da Moses derselben sonst ge-dencket, i Mos. 4r, 4?. §0. 47, rr. MitMose stimmen auch Assaph Ps. 78, 51.David Ps. io?, ;6. i;6, 10. und Salo-mo Weißh. 18, 5. überem. Auf der andernSeite, baß die Würckungen, welche dieseSchlagung bey den Egyptern nach sich zog,gantz unbegreiflich wären, wenn man diePriester zu Urhebern dieser grossen Begeben-heit machen, und nicht behaupten wollte,daß GOtt der Urheber derselben sey, dendoch die Egvvter selbst darinn erkannten.Der König, seine Knechte, die E-ypter er-wachten nach dieser «schlagung vom Schla-fe, brachen in ein grosses Geschrey aus, wiejeder in stinem Hause eine» Todten fand,drungen das Volck, das Land eilend zu ver-lassen , damit sie nicht alle des Todes seynmöchten. Ist es glaublich, daß gantz Egy-pten sich in der Nacht so ruhig niedergelegethabe, in der es alle seine Erstgeburt opfernwollen? Daß es, erwacht, über ihre Tod-ten , als über ein gantz »»vermuthetes Un-glück geheulet, die Israeliten ausgekricben,und sogar ihren eigenen Tod befürchtet ba-den sollten? wenn sie selbst den Priest,rn ih-re Kinder zum Schlacht-Opfer übergeben,und nur ihre Kinder, und nicht sich selbstzum Schlacht-Opfer übergeben hätten? MitLiesen Schrift-Gründen werden noch andereverbunden, die aus alten weltlichen Scriben-teu genommen find. Der erste Grund: Indieser Geschichte MosiS kömmt vieles vor,das den allen Gebräuchen bey den Menschen-Opfern gantz zuwider ist. Die Egypter ba-den zwar Menschen-Opfer gehabt, s Luleb.xra-parar. evanZ. n IV. c. 16. aber manran keine Zeugnisse anführen , daß sie bey all-gemeinen Land-Plagen den Zorn der Götterdurch Menschen-Opftr zu versöhnen pflegen.Herodot erzählet vielmehr, Laß sie zu die--Km Zwecke Thiere geopfert und verwünschet
hätten. ll. c. zy. Es kan also der un-genannte Herr Verfasser die Versöhnung derGötter durch Menschen-Opfer nicht zumGrunde legen, als bis er diese Gewohnheitaus den Alterthümern erwiesen bat. DieMenschen, Opfer haben auch, welches der rteGrund ist, bey den Egvvtern, wie bey denAthenienstrn, Modtern und zu Salamin,ihre Abwechselungen gehabt, und sind vonAmosis, der, nach dem Usher und Wbiston-zu Abrahams Zeiten lebte, abgeschaffet wor-den. Lulel,. I. c. Der zte Grund: Wenn-auch diese Menschen-Opfer noch zu MosiSZeiten üblich gewesen wären, so stimmendoch die bey selbigen gewöhnlichen Gebräu-che nicht mit der Erzählung Mosis übereiu.Die Versöhnungs-Opfer wurden niemahlsaus Menschen und Thieren zugleich genom-men ; und Moses gebencket, daß beydes ge-schlagen worden. Jene Opfer wurden nichtin Privat Häusern, sondern öffentlich in präch^tigem Schmucke den Göttern dargebracht;nach Mosis Bericht fand man in jedem Hau-se einen Todten. Moses sagt, daß alle Erst-geburt in gantz Egvvten geschlagen sey. DieVersöhnungs-Opfer, welche den Göttern inMenschen gebracht wurden, waren aber sozahlreich niemahls. Das zahlreichste Men-scheli-Opftr lieferte Karthago, das in diesemStücke überaus unmäßig war- dem «Saturn,und es erstreckte sich doch nicht über rvo.Jünglinge. Der 4te Grund: Die Egypterwürden ihres Zweckes-vcrfehlet haben, wennsie alle Erstgeburt an Menschen sowohl alsWeh geopfert hätten. Denn sie zogen sichdadurch ein grösser Unglück zu, als sie ver-meiden wollten uno befürchten dürften. Der;te Grund: Es war auch nicht möglich, einso allgemeines Versöhnungs-Opfer den Göt-tern zu bringen. Es hätte entweder heim.lich, oder mit aller Unterthanen Ueberein.stimmung geschehen muffen. Beydes aberkör nte nicht geschehen. Es war unmöglich,baß die Priester in einer Nacht zu einer Stun,de in alle Häuser der Egvvter bringen, denErstgebohk.en todten oder zum Altar ziehenkönnen. ES war auch keine Uebereinstim-mung