Band 
Zweyter Band.
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54 Vierte Abtheilung.

diren, nach Basel. Hier war Zwingli sein Commilito. Zu diesembegab er sich, nachdem er eine Zeitlang Diaconus zu St. Theodorgewesen war , nach Einsiedeln in die Schweiz, wurde rzcy- an des-sen Stelle Prediger daselbst; kam durch Lesung der Schriften desErasmus und Luthers, besonders der H. Schrift, da er sich starkauf die hebr. Sprache gelegt hatte, zur Erkenntniß der Wahrheit;stritt gegen das Pabstum, und kam 1522. als Pfarrer zu St- Pe-ter nach Furch , wo er den Zwingli im Refvrmationsgeschäst un-terstützte. Er starb den ry. Jun. 1Z42. Tt 6->. — Durch seinedeutliche sowol deutsche, als lat. Uebcrsetznng der H. Schrift, dieer aber nicht ganz zu Stande brachte, erwarb er sich den großenRuhm. Theodor Dibliander vollendete das Werk, und Tonr.pellican gabs, nach genauer Durchsicht, wie er es seinem verstor-benen Freund versprochen hatte, zu Zurch 154z. kol. heraus. Ue-berdieß verfertigte er einen grossen und kleinen Catcchismus. e)Petrus Martyr, oder nach seinem Geschlechtsnamen Oermi-lius, geb. den 8. Sept. 1500. zu Florenz. In seiner Jugend lern-te er die lat. Sprache voy seiner Mutter; wurde L. su. ,s. Augu-stinermönch im Kloster Fiesole; studirte zu Padua die Philosophie,Theologie und besonders die griechische Sprache mit solchem Eifer,-aß er ganze Nachte mit Lesung der griech. Classikcr zubrachte. Erpredigte mit grossem Beyfall, und lernte auch, da er schon Sub-prior war, von einem jüdischen Arzt zu Bologna die hebr. Spra-che. Hierauf wurde er Abt zu Spoleto; nach z Jahren Vorsteherdes Lollegii 8t. ketri all A73M zu Neapel; General - Disitator seines-Ordens, und Prior zu Lucca. Hier faßte er den Entschluß, nach-dem er die Schriften des Erasmus, Zwingli und Bucers gelesenhatte, zu der protestantischen Kirche überzutretten. Er gieng in die-ser Absicht 1542. nach Zurch, Basel und Straßburg, wo er öffent-lich predigte; wurde zu Straßburg ?rok clleol. 5 Jahr hernach 1543.krok. tk zu Qzford; erhielt da ein Canvnicat; mußte aber unterder Regierung der K. Maria wieder nach Straßburg zurückkeh-ren, wo man ihm seine vorige Stelle anvertraute. Bald daraufergriff er die Lehre der Reformirtcn, kam 1556. nach Zurch in dieStelle des pellicans, und starb den 12 Nov. 7562.-Schrif-

ten: I>oci communes tbeologiLi; — Oomm. in Oenesi Inhr. 5 ucl.

») tlvLm? I. c. x. 44-46, — Meister 1 . e. 1 Th. x. 79- 99.