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Zweyter Band.
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V. Anfang n. Fortgang der Gelehrsamk. 57

che, wurde Prediger auf einem kleinen schweizerischen Dorf, end-lich zuRoanin Frankreich, aber den zoOct. 1562. als ein Freund

der Ligue von den Feinden der Guisen strangulirt.- Lom-

msnt in 6enekm. kol. — Lomm. in ^sellrium. (leusv. 1610. kol,(2§hlr.) — llxpokuio in dlov. leü. kurill i;8e- II. kol. (8Thlr.)kkeicieib. 1620, kni. (6 Thlr.) — ^eiaurns loLvrum communium8. bcriptures. Lglll. 1480. II. kol. m)

Johann Calvin eigentlich Chauvin, geb. den io Julj.izoy. zu Noyon in der Picardie. Er studirte zu Orleans dieRechtsgelahrtheit; legte sich aber dabey auf die griechische Spra-che und Lesung der H. Schrift. Eine Zeitlang hielt er sich zu Pa-ris und Saintonge auf; weil er aber wegen den damaligen Rcli-gionsverfolgungen nicht glaubte sicher zu seyn, so entwich er nachBasel, wo er die hebr. Sprache erlernte. Er reis'te von hiernachItalien, alsdcnn wieder nach Frankreich. Da er von hier i;;6.durch Genf nach Straßburg oder Basel zu seinem Aufenthalt reisenwollte, so lag man ihm sehr an, er möchte daselbst eine Prediger-stelle nebst der theologischen Professur annehmen. Er lies sich zwarbewegen; mußte aber wieder die Stadt räumen, weil ereine zu scharfe Kirchenzucht einführen, und wegen den Aergernissender Einwohner das Abendmahl nicht halten wollte. Jetzt gieng ernach Straßburg; stiftete daselbst eine französische Kirche, derenerster Prediger er war, und wurde zum kroll tlleol. ernennt. Aufdem Reichstag zu Regenspurg 1,41. suchte Calvin eine Religions-vereinigung zu stiften. Zu gleicher Zeit bemüheren sich die Genferihn wieder zu sich in ihre Stadt zu bringen. Er kam auch würk-lich den 1; Sept. i?4i. zu allgemeiner Freude zu Genf an; ent-warf eine Glaubensform, welche die Genfer beschwören mußten;errichtete ein Consistorium, dessen Gewalt groß war; disputirtei;;;. mit dem unglücklichen Gervetus, der den 27 Oct. daselbstverbrannt wurde; und starb den 27 May 1564. Man kann esnicht läugnen, daß Calvin ein gelehrter Mann von grossem Ver-stand, und von unermüdctem Fleiß; aber auch von solcher Hart-näckigkeit war, daß er seine Meynungen nie änderte. Man kann

) Vita per ttliii.. kLvLvi-irkir!«. llsriä. 1574. 8- — VLKirLioLxV p. 122-1:5. — 81.1.. 8271011' klitk. tle 4 s ktzirtes- 169;-?;. III- 4» —HoLmi Vitre tkeoll extervr. x. 12 sti-