V. Anfang u. Fortgang d. Gelehrsamk. 21;
LolleÄsnea 6e rebus UritsnniLis. Oxon. i7i>;. VI. rar. (6 Thlr.)
— Lnmmsnt. 6o lcriptorikus Lritsnnicis. ib. 1709. II. ^ 1 Thl. 16 gr.)
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Bilibald pirkhcimcr, geb. 1470. (aus einem alten pgtri-zischen Geschlecht von Nürnberg) zu Eichstädtin Franken, wo seinVater, Johann, bischöfl. Rath war, Nachdem er 2. Jahre alsSoldat unter des Bischofs Völkern zugebracht hatte, so begab ersich nach Padua und Pifa, die Rechtsgelahrtheit, nebst den schö-nen Wissenschaften, und besonders die griechis. Sprache zu studiren.Auch legte er sich hernach auf die Mathematik, Theologie und Me-dicin, doch nur als Dilettant, um die nöthigsten Begriffe zu sam-meln. Sein Vater, der indes als Rath des Herzogs von Baiernund Erzherzogs von Oesterreich sich bald zu Jnspruck, bald zu Mün-chen aufhielt; und endlich zu Nürnberg, in seiner Vaterstadt, inRuhe lebte und seines noch lebenden alten Vaters pflegte, rief ihn1498. nach 7. Jahren zurück. Er faßte nun den Entschluß, beyseiner Familie zu bleiben- Er verhcyrakhete sich 1498 und wurdebald darauf zum Rathsherrn gewählt. In dem Krieg zwischen demKaiser und den Schweizern führte er die Völker an, welche dieStadt Nürnberg 1499. und 1500. dem Kaiser zu Hülfe schickten.Bey dieser Gelegenheit zeigte er so viele Klugheit und Tapferkeit,daß ihn K- Maximilian I zu seinem Rath ernannte, und dieStadt ihn aus Erkenntlichkeit mit Geschenken beehrte. Nun wur-de er aus Neid verleumdet. Dieß veranlaßte ihn, seine Raths-herrnstelle niederzulegen, und sich ganz den Wissenschaften in Mu-se zu widmen, zumal da er indeß durch den Tod seines Vaters,Herr von einem grossen Vermögen worden war. Er erhielt mitMuhe seine Dimission, und wurde nach dem Tod seiner Frau 1504,mit welcher er 5. Töchter und 1. Sohn gezeugt hatte, wider sei-nen Willen von neuem zum Rathsherrn gewählt, und zu wichti-gen Unterhandlungen besonders auf den Reichstagen gebraucht.Noch einmal legte er seine Stelle nieder, weil er vem Podogra gc-
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