Band 
Zweyter Band.
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29V Vierte Abtheilung.

auch zum Mitglied der Akademie, und endlich in den Rath der48ger aufgenommen wurde. Ueberall zeigte er grosse Treue undGeschicklichkeit; daher wurde er noch mit dem Bürgerrecht für sichund seine Nachkommen beschenkt, und nach seinem Tod 7Z76. aufgemeine Kosten begraben. Am meisten wurde er berühmt durch denLoäex kanäectsrum blorentinus , den er 10 Jahre lang aufs sorg-faltigste conftrirte; er kam unter seiner und seines Sohnes Aufsichtheraus klarem. III. kol. rar. 7)

Johann Paul Lancellor geb? izn. zu Perugia, wo erhernach als krok. iuri8 Lnnon. lehrte, und i;9>. Xt. 80. starb. —— Schriften: Inllitutiones iuiis Lsnon. IvloLe. 1670, 4. (r Thlr.)die er auf Befehl des Pabsts nach Art der Justinianischen Institu-tionen verfaßte, Easp. Zieglcr commentirte darüber, Einend.1710. 4. Auch stehen sie bey der Lancellotischcn Ausgabe des Lor-xoris iuris Lanon. e. n. var. Hslss. 1717. II. 4. (2Thlr. i6gr.) —l>e subllitulionibus. — Ue reguli« iurls. — Lreviurinm yrLtorium Lcurisle. — Oe cieeurionibus Le. 2)

Ausserrus Gislcn von Busbek geb. 1522. zu Commingesin Flandern, des Aegidius Gislcn, Herrn von Busbek, einemSchloß an der Lvs, unehelicher Sohn, den er mit einem Madgenniedern Standes zeugte. Doch lies man wegen seiner Erziehungnichts ermangeln. Er studirte zu Löwen, Paris, Venedig, Bolog-na und Padua; reiste 1554. nach Engeliand , der Vermahlung derK> Maria mit Philipp II. K> ist Spanien beyzuwohnen. K- Fer-dinand schickte ihn 155Z. als Gesandten nach Constantinopel; er kamaber, weil er von Goliman II. nur einen 6 monatlichen Waffen-stillstand erhielt, bald wieder nach -Wien zurück. Bey seiner 2tenGesandschaft dahin 1556. war er glücklicher. Er hielt sich 7 Jahrezu Constantinopel auf; und schloß einen Waffenstillstand auf 8 Jah-re ; sammelte zugleich Inschriften und seltene Pflanzen, und kaufteHandschriften. Nach seiner Rückkunft begab er sich 1562. zu demKaiser, der eben einen Reichstag zu Frankfurt hielt; hatte hernachdie Aufsicht über die Prinzen Maximilians II; er begleitete die Eli-sabeth von Oesterreich als Braut K. ssarls IX. nach Frankreich,

V ) Sein Leben hat Domimcus Maria Mamii italienisch beschrieben, kla-rem. 1770. 4. — RLLNicxrLNlvi iMi- k-mcleÄar. 78-8)-2) Um, Llbl. kakr. k. II. x. 248, k. IV. p. i;6 - i;8.