Band 
Zweyter Band.
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Z94 Vierte Abtheilung.

und die nachgelassenen Werke, englisch, ib. 1706. 8. Französischdurch Llerc: Oeuvres lliverles Lc. Ilottecä. 17,0. 12. Lmü. 17; 2.Il 8- Die vorzüglichste und am meisten berichtigte Ausgabe allerWerke erschien zu London 1777. IV. 4m. ib. 1779. kol. (;c> st.)dabey des Verfassers Leben, p)

Gottfried LOilhclm von Leibniz geb. den 4Jul. 1646. zuLeipzig, wo sein Vater, Fricdcrich Leibniz, Professor der Moralund Actuarius der Universität war, den er aber im 6ten Jahr ver-lor. Schon in seiner frühern Jugend übertraf er durch seine grosseFähigkeiten und anhaltende Lernbegierde die Hofnung seiner Lehrer.Er las gegen das Verbot derselben die lateinischen Klassiker, vor-züglich den Livius und virgil, so begierig und aufmerksam, daßer noch in seinem Alter ganze Stellen hersagen konnte. Von seinemizten Jahr an studiere er zu Leipzig und hernach zu Jena die Phi-losophie , Mathematik und Rechtsgelahrthcit. Nach seiner Rück-kunft las er zu Leipzig die Schriften der griechischen Philosophen,besonders des s)lato und Aristoteles, die er zu vereinigen suchte.Im -roten Jahr wollte er Doctor der Rechte werden; man schlugihm aber sein Gesuch zu Leipzig ab, unter dem Dorwand seinerJugend, wahrscheinlich aber, weil er kein Freund der aristotelischenPhilosophie war, die damals noch hochgeachtet wurde. Er lies sichalso diese Würde 1666. zu Altdorf ertheilen, wo man ihn als äusser-ordentlichen Professor der Rechtsgelahrthcit beybehalten wollte. ZuNürnberg, wo eine alchymistische Gesellschaft war, wollte manihn in die Zahl der Adepten aufnehmen. Durch Vermittelung desBaron von Boincburg, kurmainzischcn ersten Ministers, mit demer zu Nürnberg bekannt wurde, ernannte ihn der Kurfürst zum Rathder Revisionskammcc, da er erst 22 Jahre alt war. Der Herr vonBoincburg schickte ihn 1672. nach Paris, um dessen Sohn in denübertragenen Geschäften zu unterstützen. Leibniz benutzte diese Rei-se durch die Bekanntschaft mit den Gelehrten, und durch Erweite-rung seiner mathematischen Kenntnisse. Da aber sein Gönner imfolgenden Jahr starb, so reiste er von Paris nach Engelland. Er

x) LkULULLi kill. er. xlril. 1 . IV. I>. 602-6H. Vl. SII. — HenmannsHÜÄ plül. I. p.Y72, IOZ1. — 6Lvr.Lli.v- — Niceron. I Th.x. z>7-zzo. — Nill. Libl. k»br, ll. VI. x-46;-467. — LuLurL-riL >1. v.