Cap. XXIV. Andere Theil. 157Regen. So philoſophirt auch bey nahem Elıhuea 28. Die Regentropfen flieſſen außeinem Nebel: daß die Wolcken trieffend/und kleine Regentroͤpflein auf die Menſchentropfend. Zu diſer Verdickerung aber/ und dar ·auf folgender Geſtaltung der Troͤpflein kan Der»anlaſen die Kaͤlte der Luft ſelbs/ ſonder bar aberdie Winde/ als welche die weit von einander ſtehende Theil der Wolcken naͤher zuſamenwehen/weiters die auß der Erden neu aufſteigende Duͤn-ſte/ welche ſich mit den Wolcken- Theilen verei-nen/ und diſe alſo am Gewicht ſchwerer machen/oder noch ſo vil Bewegung bey ſich haben/ daßdarvon die Schneefoͤrinigen Woſcken geſchmol-ßen werden/ danahen gewahren wir gemeinlich/daß eine warme Luft/ mit folgendem Wind diegeineinſte Ur ſach iſt des Regens. Es iſt auch di-ſes zuge wahren/ daß vermuhtlich der meiſte Re -gen in der obern Luft nit auß Tropflein/ ſondernauß groͤſſern oder kleinern Schneeflocken beſte ·het/ welche lich erſt in der untern Luft in Waſſertroͤpflein verwandlen. Diß ſehen wir ſonderlichin unſerm Schweitzerland/ da es ſehr oft auf denGebirgen ſchneyt/ in den Thaͤlern aber zu einerZeit regnet. aIV. Wie das Thau formirt werde/ koͤnnenwir uns leicht einbilden/ wann wir gedencken/ daßdie von der Sonnen unter Tagen in die Luft gesführte waſſerige Duͤnſte nach der Sonnen Ni -dergang nach und nach ihre Bewegung berlie-ren/ ſich vereinige/ und wahrender Naͤchtkaͤlte ge-mächlich unter der Geſtalt kleiner Troͤpflein aufdie Erden und ihre Gewaͤchs gegen dem Mor-gen fallen/ oder alsbald noch zu Abend bey ge»ſchwinder und zur Samlung der waſſerigen Dun;ſten genugſa merErkaͤltung der Luft ſich in Troͤpf ·lein verwandlen/ danahen zuſehen der Underſcheid des Morgen- oder Abend Thaus. 385
Thau: