Stralſtein.
170 Natur⸗Wiſſenſchaft
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ohne ſchaden des Beutels ſelbs/ oder der Scheid/die Gebein der Menſchen und Thieren zer muͤr-ſet ohne verletzung der Haut und Fleiſches/ denWein im Faß 0 f bey gantz bleibendenTauben/ das Kind in Muterteib toͤdet ohne ſcha-den der Mutter/ und andere dergleichen ſeltſa-me Dinge wincket/ wird genant Falmen terebrans, eine ſubtiſe/ durchborende/ durchtrin-gende Stral. Die/ ſo die Coͤrper zerꝛeißt/ Eichund andere groſſe Baͤume zerſplittert/ Thuͤrneund Felſen zerbricht/ heißt Fulmen diſcutiens,ein zertheilende/ zerbrechende Stral: diedritte endlich/ weilen ſie anzuͤndet/ Menſchen/Thier/ Kleider/ Holtz ſenget und verbrenet/ Haͤu ·fer und Staͤtte in die Aſchen leget/ kulmen Urenseine brennende Stral. Ein zerꝛeiſſende aber da-bey nit brenende Stral heiſſet gemeinlich einWaſſerſtral/ oder Waſſerſchlag/ nit das einichWalter darzwiſchen komme/ ſondern allein deß-wegen/ weilen fie ohne Entzuͤndung oder Brandihren effect verzichtet.
XV. Die Ariſtotelici fo wol als Carteſianiholen auch vil wuͤrckungen ſonderlich der zer-ſchmeiſſenden Stral her von dem fo genantenStral⸗oder Sonnerſtein/ welcher in der Luftkoͤnne aus zuſamenkunft allerhand zeher/ ſchwe-felichter/ ir ꝛdiſcher Theilen und zwahren in ge»ſchwinder zeit/ aezeuget werdẽ/ gleich wie eine mitRegenwaſſer vermiſchte Erden durch zuthun ei-ner gewiſſen portion Schwefel und Salpeter
kraft der Entzuͤndung gleichſam in einem Augen-
blick zu einer harten Materi wird. Rohault. ob ergleich ein getreuer Carte ſianer, haltet ohn ange;ſehen diſer moͤglichen Zeugung eines ſteinfoͤrmi-gen Coͤrpers in der Luft den Stralſtein vor einer dichtete Sach/ ſonderlich auß betrachtung derfo er ſtaunlichen Wuͤrckungen/ welche von bloſſemBuͤchſen Pulver und deſſen Flamm 1
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