258 Natur⸗Wiſſenſchaft;und bequemen geſoͤnderet werden. Zu diſemEnd nun hat der allweiſe Schoͤpfer verordnetſo vil andere auch unbeſchreiblich kunſtreicheTheil/ deren Amt oder Verꝛichtung iſt/ verſchie-dene ſolche undienliche Theil von dem Geblüͤtſcheiden/ und aufführen.„
X v. Ein ſolch allgemeines Sieb iſt die gantze
1 Haut/ durch dero unzahlbare n Drüfen ohne Auf5 horen eine ſubtile waͤſſerige Feuchtigkeit geſchei-ken-Drüſen. den/ und unter der Geſtalt des Schweiſſes/
durch eine unempfindtliche vv Durchdaͤmpfungauſſert den Leib geführt wird. Die ſchleimerige-dicke/ zqaͤhe Feuchtigkeiten/ ſo theils auß dem Raschen durch den Mund außgeworffen/ theils durchdie Naſen heraußgezogen werden/ kommen oderfallen nit von dem Haubt herunter/ wie man ins
gemein zureden pflegt/ und vor diſem auch die
Gelehrte ſelbs darvor gehalten haben/ ſondernwerden in denen Mund: und Naſen-Oruͤſen/ ſon-derlich dem fo genanten x Rotzhaͤutlein geſchei-den. In den Nieren wird von dem Gebluͤt ge-oͤnderẽt der Harn/ oder die in dem Gebluüͤt über ·uͤſſige waͤſſerichte zugleich ſaltzichte Theil.
Feißte: Le ⸗ XVI. Was von gutem/ nehrhaften/ olichten/ber/ Miltze. fetten Milchſaft ſich in Uberfluß ſamlet/ das wird
Geilen
in gewiſſe hier und da ligende Blaͤslein abgelegt/
und gibet die y Fettigkeit/ Schmer/ ꝛc. Die Gal-
le ſoͤnderet ſich in der Leber/ vorher aber wird zu
deſto geſchwinder Scheidung das Gebluͤt bereis
tet in dem Miltze/ welches zu dem Ende auch ei;ne beſondere Geſtaltung hat.
XVII. Wann auf borbeſchribene Weis das
Gebluͤt von allen feinen Unreinigkeiten/ und über-
üſſigen Theilen iſt befreyet wol den/ ſo gehen alle
erꝛichtungen glücklich von ſtatten: In den zar
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u. Glandulæ. vv. Tranfpiratio infenfibilise x.
Membrana pituitaria. y. Pinguedo.