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Physica, oder, Natur-Wissenschaft / verfasset durch Joh. Jacob Scheuchzer
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628
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270 Natur⸗Wiſſenſchaftren vornen hinauß/ als der Calual i, Trapp/ undandere Voͤgel/ welche niemals auf die Baͤume

zuſitzen kommen. Den Waſſervoͤglen find die

Fuß insgemein breit/ und ihre Finger durch ein

Haͤutlein beremiget, um auf den Waſſern deſto

eher for trudern zukonnen.|

Federn: IV. Allen Voͤglen iſt widerum gemein/ daß fieFedern/ und Flum/ oder Gauch/ an dem gantzen

Leib haben/ ſene zur Bewegung/ oder zum Mies

gen/ diſe an ſtatt eines Kleids zur Wärme/ und

Schwanz: Bewahrung des Leibs. Des Schwantzes mang ·len auſſert einichen Huͤnern wenig Vogel. Dann

es dienet diſer fedelichte Theil den Voͤglen an

ſtatt eines Steurꝛuders/ ihren Lauff rechts/links/ uͤber ſich/ oder nidſich zurichten. Daher hat

linius ſchon zu feiner Zeit gemuhtmaſſet/ daß dieMenſchen die Kunſt zuſchiffen/ und ſonderlich/

das Steut ꝛuder zu regiren/ erlehrnet haben von

den Voͤglen. In Betrachtung diſes Nutzens ſehen

wil/ warum der allweiſe Schoͤpfer die Voͤgel/ ſo

kurtze Schwantze haben/ berſehen mit deſto laͤn-

gern Fuͤſſen/ um in dem fliegen mit deren hin ·

terſich ſtreckung zuerſetzen den Mangel desSchwantzes; da die übrigen langſchwaͤntzichte

Voͤgel im Flug die Füſſe an ſich zeuhen/ oder

hangen laſſen. Es dienet aber auch der Schwantznit nur den Flug zukegiren/ ſondern auch dasCorpus des Vogels in der Luft zu halten/ dahermüſſen einiche ohnſchwaͤntztchte Voͤgel aufrechtdaher fliegen; als die Colymbi.: 5Guſtmäuß⸗ v. Die auf dem Bruſtbein ligende Maͤußlein: lein/ ſind nit deßwegen groß/ und dick/ damit dieWolluͤſtler ſchoͤne Stucke konnen herunterſchnei-den/ ſondern allein um des fliegens willen/ wei-len fie namlich die Flügel bewegen/ und derenVerꝛichtung nohtwendig ſtarcke Inſtrument er-fol deret.

r. Muſeni Pektoralee,