270 Natur⸗Wiſſenſchaftren vornen hinauß/ als der Calual i, Trapp/ undandere Voͤgel/ welche niemals auf die Baͤume
zuſitzen kommen. Den Waſſervoͤglen find die
Fuß insgemein breit/ und ihre Finger durch ein
Haͤutlein beremiget, um auf den Waſſern deſto
eher for trudern zukonnen.|
Federn: IV. Allen Voͤglen iſt widerum gemein/ daß fieFedern/ und Flum/ oder Gauch/ an dem gantzen
Leib haben/ ſene zur Bewegung/ oder zum Mies
gen/ diſe an ſtatt eines Kleids zur Wärme/ und
Schwanz: Bewahrung des Leibs. Des Schwantzes mang ·len auſſert einichen Huͤnern wenig Vogel. Dann
es dienet diſer fedelichte Theil den Voͤglen an
ſtatt eines Steurꝛuders/ ihren Lauff rechts/links/ uͤber ſich/ oder nidſich zurichten. Daher hat
linius ſchon zu feiner Zeit gemuhtmaſſet/ daß dieMenſchen die Kunſt zuſchiffen/ und ſonderlich/
das Steut ꝛuder zu regiren/ erlehrnet haben von
den Voͤglen. In Betrachtung diſes Nutzens ſehen
wil/ warum der allweiſe Schoͤpfer die Voͤgel/ ſo
kurtze Schwantze haben/ berſehen mit deſto laͤn-
gern Fuͤſſen/ um in dem fliegen mit deren hin ·
terſich ſtreckung zuerſetzen den Mangel desSchwantzes; da die übrigen langſchwaͤntzichte
Voͤgel im Flug die Füſſe an ſich zeuhen/ oder
hangen laſſen. Es dienet aber auch der Schwantznit nur den Flug zukegiren/ ſondern auch dasCorpus des Vogels in der Luft zu halten/ dahermüſſen einiche ohnſchwaͤntztchte Voͤgel aufrechtdaher fliegen; als die Colymbi.: 5Guſtmäuß⸗ v. Die auf dem Bruſtbein ligende Maͤußlein: lein/ ſind nit deßwegen groß/ und dick/ damit dieWolluͤſtler ſchoͤne Stucke konnen herunterſchnei-den/ ſondern allein um des fliegens willen/ wei-len fie namlich die Flügel bewegen/ und derenVerꝛichtung nohtwendig ſtarcke Inſtrument er-fol deret.
r. Muſeni Pektoralee,
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