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XV.
I a /r u s.
Wenn wie die Anekdote von Ihm, wie wie sie in den Evangelienfinden, in irgend einem sogenannten Profan-Skribenten (mir istkeiner profan, der mit Wahrheitsliebe nnd Gewissenhaftigkeitschreibt.) gefunden hätten; Wenn wir von irgend einem Andern,als Jesus, (von dem wir tausendmal zu viel, und tausendmal zuwenig gehvhrt haben, um Ihn nach Wahrheit und Würde schätzenzu können,) solch eine Geschichte lesen würden, wie würde uns dieMenschlichkeit derselben, die wir bey den evangelischen Geschichtengemeiniglich zu übersehen pflegen, auffallen-, rührend, inftnuantseyn! Nur Eins fohlt uns— wenn eine solche Erzählung unsgleichgültig, und unsern Glaubenssinn unerweckt läßt— Natha-naelismus, Wahrheitsliebe, Menschlichkeit— Sinn für'swahre, Gute, Menschlichschöne. Könnten wir einmal alle un-sere, durch tausend entlehnte, angeworfne Nebenbegriffe, verunrei-nigte und vervielfachte Begriffe von Jesus, von Wunder, vonUebernaturlichkeit ganz vergessen, und eine Begebenheit, wieLiese, mit frischem, freyem Auge, blos wie blosse Menschen,eine blosse Menschenbegebenheit ansehen, wie mächtig würde siewirken? Und meynt Ihr, Lieben, wir würden für Christum und